Therapeutische Vielfalt

 

Für beinahe jedes „Zwickerl“ gibt’s die passende Massagetechnik


Die verschiedenen Formen der Massage versuchen auf zwei unterschiedliche Arten eine Heilung oder Linderung beim Patienten zu erlangen; dabei umfasst die klassische Methode die Behandlung von Haut und Muskulatur an der Stelle, die massiert wird. Diese Methode ist weitestgehend durch die Medizin anerkannt und findet sich in Lehrbüchern und Therapieleitfäden wieder. Andere Massageformen basieren auf der Annahme, dass über Reflexbögen auch Leiden der Organe behandelt werden könnten, jedoch werden nur wenige dieser Massage-Formen als Leistung von den Krankenkassen übernommen. Die Idee ist, nicht die „kranke Stelle“ zu behandeln, sondern vielmehr ein entsprechendes „Areal“, welches das kranke Organ repräsentieren soll. Um nun beiden Methoden einen einprägsamen Namen zu geben, wird von einer „direkten Massage“ sowie einer „reflektorischen Massage“ gesprochen. Abrissweise möchten wir hier gerne auf einige verschiedene Methoden eingehen:

- Klassische Massage (Form: direkte Massage)
Durch die klassische Massage werden u.a. Verspannungen, Verhärtungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Wirbelsäulen-Syndrome oder auch posttraumatische Veränderungen behandelt. Dabei stehen insgesamt fünf Grifftechniken bzw. Handgriffe zur Verfügung, die auf Grund ihrer Wirkung in den unterschiedlichen Phasen einer Massage angewendet werden:

• Effleurage (Streichen)
• Petrissage (Kneten, Walken)
• Friktion (Reiben)
• Tapotement (Klopfen)
• Vibration („Erschütterung“)

- Warmsteinmassage (Hot Stone) (Form: direkte Massage)
Eine Massageform unter Zuhilfenahme von aufgeheizten Steinen (zumeist Basalt), die auf den Körper gelegt werden. Die Steine werden dazu in einem Wasserbad auf eine Temperatur von etwa 60 °C erwärmt. Ziel ist die Entspannung der Muskeln durch Wärme. Bei der Behandlung kann sich der Klient einerseits auf einige der Steine legen, während andere auf den Körper gelegt werden. Mit weiteren Steinen wird aktiv gearbeitet – der Patient wird mit diesen Steinen massiert. Auch ist es möglich, mit einem Stein auf die Muskulatur zu klopfen und mit einem zweiten den ersten Stein wiederholt anzuschlagen. Dadurch wird ein Massagereiz gesetzt, der einer Vibration ähnelt.

- Akupunkt-Massage nach Penzel (APM) (Form: reflektorische Massage)
Eine Behandlungstechnik, die im Gegensatz zur Akupunktur völlig ohne Nadeln und damit ohne Verletzung der Haut auskommt, wodurch die Anwendung in vielen Ländern auch Nichtmedizinern, insbesondere Physiotherapeuten, Masseuren bzw. med. Bademeistern, Hebammen, Krankenpflegepersonal und selbst Laien offen steht. Gearbeitet wird mit äußerem mechanischem Druck, wobei der Therapeut mit einem Metallstäbchen entlang dem Verlauf der so genannten Akupunkturmeridiane streicht.

- Reflexzonenmassage (Form: reflektorische Massage)
Die bei der Reflexzonenmassage gemeinten Reflexzonen sind nicht mit den bekannten „Head-Zonen“ der Medizin identisch. Es soll sie am Rücken, am Fuß, an der Hand, am Ohr, an der Nase und am Schädel geben. Diese Zonen sollen entweder diagnostisch, im Rahmen einer Befundaufnahme oder therapeutisch eingesetzt werden können. Die Massagen selbst sind Anwendungen, bei denen drucksensible Zonen zur Befunderhebung und durch mechanische oder andere Reizung (Low-Level-Lasertherapie, Farbstrahler, Farbauflagen, Edelsteine usw.) stimuliert werden. Neben Fußreflexzonentherapie mit heilender Ausrichtung, die den Heilberufen vorbehalten ist, hat sich im Wellnessbereich eine Massageform etabliert, die vor allem eine entspannende Wirkung hat.

Eigentlich ist es unerheblich, aus welchem Grund Sie eine Massage benötigen bzw. sie sich wünschen. In jedem Fall sollten Sie diese aber von EXPERTEN durchführen lassen, damit die wohltuende, entspannende und auch lindernde Wirkung auf jeden Fall garantiert ist sowie unschöne Nach- bzw. Neben-
wirkungen ausgeschlossen werden können.
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