Therapie der ganz besonderen Art

Hypnose wird von deutschen Krankenkassen als Leistung anerkannt


Die Wissenschaft nahm Hypnose bereits um das Jahr 1770 als Phänomen wahr: Franz Anton Mesmer experimentierte mit Magneten, die er seinen Patienten auflegte. Diesen Effekt nannte er „Magnetismus animalis“, schrieb jedoch die Heilkräfte den Magneten zu. Aufgrund von Mesmers Popularität wurde der Vorgang des Hypnotisierens lange Zeit als „Mesmerisieren“ bezeichnet – ein Ausdruck, der im zeitgenössischen Englisch noch existiert („to mesmerize“ = hypnotisieren). Wesentlich weiterentwickelt wurde die Hypnose im 20. Jahrhundert – zunächst durch Oskar Vogt, dann durch dessen Schüler Johannes Heinrich Schultz, der daraus das autogene Training entwickelte. Milton H. Erickson begründete wiederum eine neue Form der Hypnotherapie, die heute als die modernste Art der Hypnose gilt und aus der sich weitere psychologische Methoden wie das NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) entwickelten.

Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
Hypnose findet in der Hypnotherapie, auch Hypnosepsychotherapie genannt, Anwendung; bereits wenige Sitzungen können oft eine deutliche Veränderung bewirken – ob nun bei der Behandlung von Depressionen, Suchtkrankheiten, Sprechstörungen, zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen. Aber auch bei der Therapie von chronischen Schmerzen in Verbindung mit einem verhaltenstherapeutischen Kurzprogramm konnte eine Reduzierung der Schmerzstärke nachgewiesen werden.

Hypnose gehört zu den von deutschen Krankenkassen anerkannten Leistungen und wird oft als Ergänzung zu vielen herkömmlichen Methoden eingesetzt, wobei ihre Anwendung in Medizin und Psychotherapie gesetzlich klar geregelt ist. Übrigens: Zum alljährlichen Welthypnosetag am 4. Januar kommen ca. 13.000 professionelle Hypnotiseure zusammen, um über die therapeutischen Möglichkeiten der Hypnose zu informieren und über modernste Lösungsansätze zu diskutieren.
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