Unternehmerpersönlichkeiten

Philip Rosenthal jun. und sein Vater Philipp sen.


Das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan widmet sich 2016 in einer Jubiläumsausstellung zwei bedeutenden Unternehmerpersönlichkeiten der deutschen Geschichte: Philip Rosenthal jun., der in diesem Jahr 100 geworden wäre, und seinem Vater Philipp sen., der vor 125 Jahren mit einer eigenen Porzellanproduktion begann.
Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: der Vater, eine klassische Unternehmerpersönlichkeit, der 1891 den Grundstein für die Erfolgsgeschichte legte, und der Sohn, der als Visionär und moderner Marketingmann das Profil des Unternehmens revolutionierte.
Die bislang größte Ausstellung zu Rosenthal dokumentiert die Geschichte der beiden Männer mit alltäglichen und herausragenden Porzellanen sowie noch nie gezeigtem Archivmaterial, darunter Skizzenbüchern und Fotos, an insgesamt drei Schauplätzen in Europas größtem Porzellanmuseum.
Die Schau in Hohenberg an der Eger präsentiert insbesondere die faszinierenden Kunstporzellane unter der Ägide von Philipp Rosenthal sen. Als erster bayerischer Privatunternehmer etablierte er eine Kunstabteilung in seinem Betrieb und fertigte u. a. limitierte Serien an.
In Selb widmet sich die Ausstellung der Imageveränderung der Marke durch Philip Rosenthal jun. und seiner Vision vom Dreiklang auf dem gedeckten Tisch – Besteck und Gläser wurden der Form entsprechend zum Geschirr gestaltet – bis hin zur Manufaktur des Wohnens mit Möbeln und Kunstobjekten.
Als besonderer Höhepunkt wird anlässlich der Jubiläumsausstellung die Rosenthal-Abteilung im Brennhaus der alten Rosenthal-Fabrik mit ihrem imposanten Rundofen neu inszeniert. Bekannte Dekore aus der Firmengeschichte zieren die 44 Fenster der Halle und geben ihr den Charakter einer Industriekathedrale.
Im Inneren beleuchten auf rund 600 Quadratmetern mehrere Themeninseln in Gegenüberstellung von Vater und Sohn die Geschichte des Unternehmens und die Produktinnovationen vor dem Hintergrund der Entwicklung der Tischkultur der jewei- ligen Zeiten. Auch werden die Bestrebungen beider Männer, Kunst zu schaffen, eindrucksvoll vor Augen geführt, etwa mit unter der Ägide von Philip jun. entstandenen Kunstwerken aus Porzellan von Künstlern wie Henry Moore, Salvador Dali, Günther Uecker oder Niki de Saint Phalle (links eine ihrer Nanas).
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