Volkskrankheit „Reizmagen“

Jeder dritte Deutsche klagt über Verdauungsbeschwerden


Entzündungen und Infektionen zählen neben Krebserkrankungen zu den häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm Traktes und können in jedem Alter auftreten. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Internisten oder Gastroenterologen lassen sich jedoch viele dieser Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln.
Eine der häufigsten Erkrankungen in diesem Zusammenhang ist der „Reizmagen“ oder – im medizinischen Sprachgebrauch – die „funktionelle Dyspepsie". Unter diesem Begriff ist eine ganze Reihe von Beschwerden des Oberbauchs zusammengefasst, denen keine erkennbare organische Störung zu Grunde liegt. In einigen Fällen ist die funktionelle Dyspepsie auch mit anderen Störungen im Verdauungstrakt verbunden, zum Beispiel einem Reizdarmsyndrom oder einer Refluxkrankheit, bei der es zum Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre kommt.

Vielfältige Symptome
Die Beschwerden (Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl, Sodbrennen, häufig verbunden mit Blähungen und Stuhlunregelmäßigkeiten oder auch vegetativen Störungen wie Herzrasen, Kreislaufprobleme) entwickeln sich meist schleichend, wobei die Symptome entweder dauerhaft anhalten oder in bestimmten Abständen immer wieder zurückkehren. So können die Symptome beispielsweise nach Belastungs­- situationen, in Zeiten großer seelischer Anforderungen oder auch nach Ernährungsfehlern, etwa einer sehr einseitigen Diät, plötzlich in Erscheinung treten.
Die Ursachen für einen Reizmagen können dabei ausgesprochen vielfältig sein. Grundsätzlich gilt, dass Patienten mit einem Reizmagen ein überempfindliches Nervensystem im oberen Magen-Darm-Trakt aufweisen. Diese Sensibilität macht den Magen besonders empfänglich gegenüber äußeren und inneren Reizen. Diese reichen von Bewegungsstörungen im Magen und Dünndarmbereich, über Entzündungen der Magenschleimhaut bis hin zu psychischen Faktoren.

Was kann man dagegen tun?
Der erste Weg führt zu einem Internisten und Gastroenterologen wie Dr. med. Harald Plass vom Centrum für ambulante Gastroenterologie in Nürnberg. Um potenzielle organische Erkrankungen auszuschließen, wird sich der Internist ein Bild von der aktuellen Lebenssituation des Patienten und eventuellen Vorerkrankungen machen und anschließend verschiedene Untersuchungen durchführen. Bei milden Symptomen empfiehlt er dann zumeist eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten oder ein Absetzen unnötiger Medikamente, die für die Verdauungsstörungen verantwortlich sein können. Sollte dies zur Linderung der Beschwerden nicht ausreichen, kann der Arzt je nach vorherrschendem Symptom unterschiedliche Medikamente verordnen.
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