Was kann ich bei der Steuer absetzen?

Tipp: Welche Pflegekosten können Sie steuerlich geltend machen


Wer Pflegekosten von der Steuer absetzen möchte, sollte sich in jedem Fall fachlich beraten lassen. Die entsprechenden Regelungen sind nämlich alles andere als einheitlich, ergänzen sich in Einzelfällen oder schließen sich manchmal gegenseitig aus. Vor allem bei der ersten Steuererklärung nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit sollten sich der Pflegebedürftige selbst aber auch die pflegenden Angehörigen dahingehend schlau machen, welche Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden können.
Generell können – ohne einzelne Kostennachweise – Pauschbeträge angesetzt werden. Verfügt ein Pflegebedürftiger über einen Behindertenausweis, so können je nach Grad der Behinderung bis zu 3.700 Euro pro Jahr geltend gemacht werden. Auch Angehörige oder nahestehende Personen, die die häusliche Pflege übernehmen, können einen Pflege-Pauschbetrag von 924 Euro geltend machen, wenn der Pflegebedürftige hilflos ist, einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen H oder Pflegestufe III hat.
Da die tatsächlichen Kosten, die im Zusammenhang mit der Pflegebedürftigkeit anfallen, in der Regel über diesen Pauschbeträgen liegen, sollte man sämtliche Belege sammeln. Steuerlich geltend können in der Rubrik „Außergewöhnliche Belastungen“ allerdings nur solche Kosten gemacht werden, die nicht anderweitig – z.B. durch die Pflege- oder Krankenkasse – erstattet wurden. Übernehmen Kinder einen Teil der Kosten für ihre pflegebedürftigen Eltern, so können sie diese – in speziellen Fällen – auch als „Außergewöhnliche Belastungen“ absetzen. Günstiger ist es allerdings, die Zahlungen in diesen Fällen als Unterhalt zu deklarieren.

Beim Finanzamt können auch eine Pflegekraft oder Haushaltshilfe (bis zu 20.000 Euro/Jahr) sowie Handwerkerleistungen, zum Beispiel, um ein Bad altersgerecht umzubauen (20 Prozent der Lohnkosten, maximal 1.200 Euro/Jahr) geltend gemacht werden.
Diese kurze Übersicht macht bereits deutlich, wie diffizil die Materie ist, so dass – wie eingangs bereits erwähnt – in jedem Fall ein Steuerberater zu Rate gezogen werden sollte.
Die Steuerkanzlei von Tomas Di Stasio steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.