Weg mit unerwünschten Haaren!

 

Von der klassischen Rasur bis zum Laser – passende Lösungen gibt’s viele


Die Geschichte der Menschheit ist auch immer schon ein „haariges“ Thema – mal mehr, mal weniger. Während unsere Vorfahren in der Ur-Zeit noch am gesamten Körper mit einem im Vergleich zu heute dichten Haarkleid gesegnet waren, sind derartige Fälle heute eher selten. Denn so, wie sich der Mensch weiter entwickelte, änderte sich auch seine Behaarung – allerdings eher „rückwärts“.
Im Prinzip hat oder hatte jede behaarte Stelle am Körper einen von der Natur vorgegebenen Zweck zu erfüllen. So sollen z.B. die Augenbrauen etwaige von der Stirn abfließende Schweißtropfen daran hindern, in die Augen zu laufen, wodurch Ihnen eine klassische Schutzfunktion zukommt. Ebenso zum „Abfangen“ eventuellen Schweißes dient(e) die Achselbehaarung – im Laufe der Zeit prägte sich jedoch bei immer mehr Menschen der Wunsch aus, selbst aus natürlicher Sicht zweckmäßige Behaarung zu entfernen.
Den einen stören Haare im Gesicht (auch ein „Damenbart“ kann hier durchaus ein Thema sein), der andere möchte einen glatten Oberkörper, haarfreie Beine, Achseln oder was auch immer: der fantasie des menschen sind diesbezüglich offenbar fast keine Grenzen mehr gesetzt, und der Möglichkeiten für eine effektive Enthaarung gibt es viele. Grundsätzlich muss man jedoch erst einmal zwischen zwei Varianten unterscheiden:
- Epilation: Entfernung des Haares samt Wurzel
- Depilation: Entfernung nur des sichtbaren Teils

Bei der Epilation spricht man von dauerhaften (permanenten) Verfahren, bei denen die Haarwurzel zerstört wird, sowie von nicht dauerhafte Verfahren, bei denen das Haar lediglich ausgerissen wird, ohne die Haarwurzel zu zerstören. In diesem Fall wächst es nach einiger Zeit (allerdings erst nach einer längeren Zeitspanne als bei der Depilation) wieder nach. Eines ist jedoch immer garantiert: Bei allen Methoden der Epilation verlangsamt sich das Haarwachstum, die Haut bleibt deutlich länger glatt als bei einer Depilation (z.B. Rasur), und die Anwendungsintervalle können erweitert werden. Es gibt Epilationsverfahren mit Wachs (Heißwachs- bzw. Kaltwachsstreifen), Halawa (klebrige Zuckerpaste) oder Haarentfernungscremes. Beim so genannten Brazilian Waxing beispielsweise wird ausschließlich entweder die Sugaring-(Halawa-) oder die Heißwachsmethode angewendet. Zusätzlich gibt es elektrische Epilierer, die mit sich drehenden Walzen oder Federn das Haar samt Wurzel heraus ziehen. Die Körperhaare von Frauen mit einem zwischen den Fingern schnell gedrehten Faden zu entfernen ist dagegen eine in orientalischen Ländern weit verbreitete Technik. Diese Fadenepilation soll weniger schmerzhaft als das Epilieren mit Wachs sein.

Moderne Methoden für dauerhafte Epilation sind zum Beispiel:

- Enthaarungslaser
Diese sind geeignet zur Verlangsamung von Haarwuchs (long-term Epilation) bis hin zur dauerhaften Haarentfernung.
- IPL-Technik
IPL steht für „Intense Pulsed Light“ und stellt wie die Laser-Epilation ein Verfahren zur Haarentfernung dar – jedoch sind hier größere Flächen als mit dem Laser behandelbar.
Weiterhin kann dauerhafte Epilation durchgeführt werden mit:
- Elektroepilation
Hier wird eine sehr feine Sonde aus dünnstem Chirurgenstahl in jeden Haarfollikel eingeführt, über die Sonde wird dann dosiert elektrische Energie in den Follikel hineingeleitet. Dadurch tritt eine permanente Schädigung der Haarwachstumszellen ein, das Haar kann nun nicht mehr nachwachsen.

Elektroepilation ist insgesamt in einer der drei
folgenden Varianten möglich:

- Thermolyse
Durch hochfrequenten Wechselstrom wird an der Umgebung der Sondenspitze Wärme erzeugt, was zur Koagulation der Gewebe- und Wachstumszellen im Follikel führt.
- Elektrolyse
Bei der Elektrolyse-Behandlung wird durch Gleichstrom im Haarfollikel Natronlauge produziert, die germinative Zellen zerstört.
- Blendmethode
Hier werden Wechselstrom (Thermolyse) und Gleichstrom (Elektrolyse) kombiniert, was zur beschleunigten Erwärmung der Lauge führt.

Völlig andere Methoden werden dagegen bei der Depilation angewendet: Bei der Rasur beispielsweise wird das Haar mit einer scharfen Klinge direkt an seiner Austrittsstelle aus der Haut abgeschnitten; man unterscheidet zwischen Nass- und Trockenrasur. Darüber hinaus wendet man jedoch auch chemische Enthaarungsmittel (Creme, Lotion oder Schaum) an. Die darin enthaltenen alkalischen Wirkstoffe spalten die Peptidbindungen und Disulfidbrücken des Haarkeratins auf, der außerhalb der Haut gelegene Teil des Haars zerfällt und wird abgetrennt. Die Haarwurzel wird davon jedoch nicht betroffen, sodass sofort wieder neues Haar nachwachsen kann.

Tipp: In welcher Körperzone man sich auch immer von unerwünschtem Haarwuchs befreien (lassen) möchte: In jedem Fall sollte man sich bei einem unserer EXPERTEN detailiert zur passenden Methode beraten sowie ggf. die Haut checken lassen – denn so bleiben unschöne Nebenwirkungen außen vor und man geht kein Risiko ein.
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