Wer kommt für die Heimkosten auf?

 

Geld aus der Pflegestufe reicht nicht aus, um einen Heimplatz zu bezahlen


Dank besserer medizinischer Versorgung nimmt die Lebenserwartung in Deutschland stetig zu. Das bedeutet aber auch, dass die Zahl der älteren Menschen zunimmt, die in Alten- oder Pflegeheimen untergebracht werden. Und das ist mit ganz erheblichen Kosten verbunden. So können für einen Pflegeheimplatz schnell Kosten von 3.000 Euro und noch mehr anfallen. Da stellt sich dann die Frage, wer für diese Heimkosten aufkommt, wenn Vater oder Mutter, Oma oder Opa diese nicht selbst aufbringen können.
Wer Pflege benötigt und in einem Altenheim untergebracht ist, verfügt im Regelfall über eine Pflegestufe. Wo dies nicht der Fall ist, sollte man schnellstmöglich prüfen, ob ein solcher Anspruch besteht. Doch auch wenn die Pflegeversicherung zahlt, bleibt dennoch ein Eigenanteil, der aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss. In der Pflegestufe III zahlt die Pflegeversicherung aktuell 1.612 Euro (in einem Härtefall 1.995 Euro). Das bedeutet, dass sich – bei 3.000 Euro Heimkosten – der Eigenanteil auf rund 1.400 Euro beliefe.
Zunächst muss der Patient selbst diese Kosten übernehmen. Dafür müssen sämtliche Einkünfte aus der gesetzlichen und privaten Rente, aber auch etwaige Mieteinnahmen und das persönliche Vermögen eingebracht werden. Dabei bleibt ein Schonvermögen unangetastet, das nicht zur Berechnung der selbst zu bezahlenden Kosten für das Heim hinzugenommen werden darf.

Reicht dies nicht aus, um die kompletten Kosten zu decken, wird anhand der Düsseldorfer Tabelle geprüft, ob der Ehepartner zur Zahlung der restlichen Unterbringungskosten herangezogen werden kann. Danach werden die Kinder und unter bestimmten Umständen auch die Enkel in die Pflicht genommen. Auch diese dürfen für sich Freibeträge, Selbstbehalte und Schonvermögen geltend machen. Erst wenn von keinem der vorstehend genannten Angehörigen eine Zahlung erwartet werden kann, kommt der Staat in Form von „Hilfe zur Pflege“ für die Kosten auf.

So viel müssen unterhaltspflichtige Kinder zahlen
Um zu ermitteln, ob Kinder Unterhalt für ihre Eltern leisten müssen, werden alle tatsächlich erzielten Einkünfte der Kinder zusammengerechnet. Bei Arbeitnehmern wird der Durchschnitt von zwölf zusammenhängenden Monaten vor Eintritt des Unterhaltsbedarfs gebildet, bei Selbstständigen werden die durchschnittlichen Einkünfte der zurückliegenden drei bis fünf Jahre herangezogen. Von diesem Nettoeinkommen werden unter anderem die Kosten für berufsbedingte Aufwendungen, die allgemeine Krankenvorsorge und die private Altersvorsorge sowie etwaige Darlehensverbindlichkeiten abgezogen. Nach Maßgabe der „Düsseldorfer Tabelle“ wird von dem Restbetrag ein Selbstbehalt abgezogen – für den Unterhaltspflichtigen beläuft sich dieser aktuell auf 1.800 Euro, für den Ehepartner auf 1.440 Euro, der Familienselbstbehalt beträgt derzeit 3.240 Euro. Hinzu kommen dann noch die Freibeträge für eigene Kinder.
Auch mit dem eigenen Vermögen müssen Kinder für den Unterhalt ihrer Eltern einstehen. Ausgenommen ist davon das sogenannte Schonvermögen beim Elternunterhalt.

Senioren- und Pflegezentrum PHÖNIX Haus Gründlach in Heroldsberg
Im Haus Gründlach wohnen Menschen in einer lebendigen Gemeinschaft und nehmen aktiv am Leben teil. Das Besondere an diesem Konzept ist im Grunde ganz einfach: Hier finden die Bewohner neben einer fachlichen guten Pflege ein wirkliches Zuhause, in dem sie aktiv nach ihren Wünschen und Bedürfnissen leben können. Das Haus ist aufgeteilt in verschiedene Bereiche, in denen jeweils eine überschaubare Anzahl von Menschen zusammen lebt. So entstehen kleine Gemeinschaften, die einen persönlichen Umgang miteinander ermöglichen. Man kann hier gemeinsam den Tag verbringen und an den vielen Angeboten des Hauses Gründlach teilnehmen.
Um die Bewohner des Hauses kümmert sich rund um die Uhr ein engagiertes Team aus bestens ausgebildeten Pflegefachkräften, die täglich daran arbeiten, das Pflegeprogramm individuell anzupassen und vorhandene Fähigkeiten zu fordern und zu fördern.
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