Whisky aus Frankens Highlands

In Eggolsheim steht Deutschland älteste Whiskydestille


Bei Whisky (abgeleitet von dem gälischen uisce beatha – „Wasser des Lebens“) denkt man in erster Linie an die Weite der schottischen Highlands, an die schroffen Inseln vor deren Küste oder an Irland – und so klingen auch die Namen: Lagavulin, Talisker, Caol Ila, Ardbeg, Glendronach, Macallan...
Was aber, wenn ein Whisky „Spinnaker“ heißt, „Seute Deern“ oder „Elbe 1“? Und wenn man dann auch noch erfährt, dass dieses Lebenswasser nicht etwa aus dem Nebeln Schottlands stammt, sondern in Neuses, einem Ortsteil von Eggolsheim in der Fränkischen Schweiz gebrannt wurde, dann ist man erst einmal verwirrt. Es sei denn man ist Whisky-Liebhaber, denn dann ist man früher oder später schon einmal auf die „Blaue Maus“, Deutschlands älteste Single-Malt-Whisky-Destillerie gestoßen.
Robert Fleischmann, der die Destille aufgebaut hat, war während seiner Zeit bei der Marine (daher auch die Namen seiner Whiskys) auf das edle Destillat aufmerksam geworden. Zurück an Land und in seiner fränkischen Heimat, hatte er die Gelegenheit, die Brennrechte einer Obstbrennerei zu übernehmen und landete – angeregt von der Idee eines Zollbeamten – schließlich beim Whisky. Und so wurde 1983 das erste Eichenfass mit einem echten fränkischen Malt-Whisky gefüllt. Viele Jahrgänge reiften seither in den Fässern – darunter auch Sonderabfüllungen wie Single Malts in Fassstärke. Diese können im gleichnamigen Restaurant, das von Sohn Thomas Fleischmann und dessen Frau betrieben wird, (bei Labskaus, Kohl & Pinkel) verkostet oder im eigenen Ladengeschäft erworben werden.
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