WHO Warnt vor Übergewichts-Krise

Anteil der Übergewichtigen nimmt ein besorgniserregendes Ausmaß an


Gesundheitsexperten schlagen Alarm: Die Zahl der Übergewichtigen wird in den kommenden eineinhalb Jahrzehnten drastisch zunehmen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt nach Auswertung von mehr als zwei Dutzend verschiedenen Studien bereits vor einer „Übergewichts-Krise enormen Ausmaßes“.
Besonders drastisch könnte diese Krise in Irland zuschlagen. Im Jahr 2030 könnten – der Studie zufolge – auf der Insel fast alle Erwachsenen übergewichtig sein, das heißt einen Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 25 aufweisen. Fast die Hälfte der Männer (48 Prozent) und mehr als die Hälfte der Frauen (57 Prozent) wird dann sogar fettleibig sein und einen BMI von über 30 haben.

Niederländer bleiben verschont
Der Trend zu mehr Pfunden verschont – abgesehen von den Niederländern – europaweit keinen. Auch bei uns in Deutschland könnte die Zahl der Übergewichtigen noch weiter steigen. Der letzten Erhebung zufolge sind aktuell rund 44 Prozent aller Frauen und sogar 62 Prozent aller Männer übergewichtig. Bis zum Jahr 2030 könnten diese Werte auf 47 Prozent bei den Frauen und 65 Prozent bei den Männern ansteigen. Nach Angaben des „Kompetenznetz Adipositas“ ist darüber hinaus schon heute etwa jeder dritte Erwachsene „stark übergewichtig“, sollte sein Körpergewicht also aus medizinischen Gründen unbedingt senken.
Übergewicht und Fettleibigkeit erhöhen nämlich das Risiko für Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Herzschwäche, Fettleber und bestimmte Krebsarten. Besonders alarmierend ist in diesem Zusammenhang, dass auch bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger Übergewicht festzustellen ist.
Doch nicht nur gesundheitliche Probleme belasten die Betroffenen. Gerade stark fettleibige Menschen (BMI ab 35) sind darüber hinaus oftmals Vorurteilen und Diskriminierung ausgesetzt – etwa doppelt so häufig wie andere Übergewichtige.
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