1. FC Nürnberg erhält Zertifikat für Sicherheitsmanagement

Zertifiziertes Sicherheitsmanagement: (v. l.) Bastian Böhm (Eintracht Braunschweig), Daniel Kirchner (Leiter Stadion- & Spielbetrieb beim 1. FC Nürnberg), Carsten Gockel (Preußen Münster), DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock, Dr. Christian Hockenjos (Borussia Dortmund), Hinrich von Hallen (Werder Bremen). (Foto: 1. FCN)
NÜRNBERG (pm/nf) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die DFL Deutsche Fußball Liga (DFL) haben ein Pilotprojekt für zertifiziertes Sicherheitsmanagement in Fußballstadien erfolgreich abgeschlossen. Der 1. FC Nürnberg hatte neben vier anderen ausgewählten Vereine an dem fünfmonatigen Verfahren teilgenommen und seine Arbeit durch externe Gutachter prüfen lassen.

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock überreichte in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main die Zertifikate an die Vertreter von Borussia Dortmund, Werder Bremen, Eintracht Braunschweig, Preußen Münster und dem 1. FC Nürnberg. Das gemeinsame Ziel von DFB und DFL ist, aufbauend auf dem Pilotprojekt, künftig das Sicherheitsmanagement aller Klubs in der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga durch ein regelmäßiges Zertifizierungsverfahren überprüfen zu lassen und damit eine Vereinheitlichung der hohen Standards zu schaffen.

„Unser Ziel ist es, ab der Saison 2016/17 alle Vereine der Profiligen durch die Zertifizierung ihres Sicherheitsmanagements zu unterstützen. Nicht ohne Grund erfährt der deutsche Fußball für die Zuschauerzahlen, die Stadioninfrastruktur und die Sicherheit viel Anerkennung. Aber wir wollen immer besser werden. Die Zertifizierung schafft Transparenz und ist wichtig für die kontinuierliche Optimierung der Sicherheit in unseren Fußballstadien“, sagt Helmut Sandrock.

Martin Bader, Vorstand für Sport & Öffentlichkeitsarbeit des 1. FC Nürnberg: ,,Wir haben uns aktiv für die Zertifizierung des Sicherheitsmanagements im Profi-Fußball beworben, um zu den ersten Vereinen zu gehören, die durch diese externe Überprüfung und Dokumentation des Sicherheitskonzepts Transparenz zeigen und ein Regelwerk als Grundlage aller hochwertigen Sicherheitsvorkehrungen akzeptieren. Es wurde uns attestiert, dass wir in diesem Bereich bereits gute Arbeit leisten, die wir weiterhin optimieren und fördern werden."

Auditoren von DEKRA Certification prüften im Rahmen eines Modellversuchs im Grundig Stadion die Umsetzung des DFB Sicherheitsmanagement-Systems, das der Dachverband gemeinsam mit der SRH Hochschule Heidelberg entwickelt hat. Alle fünf Klubs absolvierten die Audits erfolgreich. Die DEKRA-Experten nahmen dazu vor Ort die Umsetzung von definierten sicherheitsrelevanten Abläufen und Prozessen unter die Lupe.

„Mit dem international einzigartigen Zertifizierungsverfahren unterstützen DFB und DFL die Vereine strukturell und nachhaltig. Auch wenn es 100-prozentige Sicherheit nicht gibt - der Fußball wird seiner zunehmenden Verantwortung für die Veranstaltungssicherheit gerecht“, betont der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große-Lefert.
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