Brauereiführung bei Tucher: Gewinner der MarktSpiegel-Fotoaktion waren eingeladen

Eine spannende und zugleich leckere Brauereiführung bei Tucher Biere erlebten rund 20 Gewinner der MarktSpiegel-Fotoaktion zum Volksfest. (Foto: Victor Schlampp)

NÜRNBERG/FÜRTH (pm/vs) - Ein spannender Tag für rund 20 MarktSpiegel-Leserinnen und Leser: Unter der fachkundigen Führung von Helmut Ell durften sie hinter die Kulissen der Tucher Brauerei schauen und anschließend leckere Bierspezialitäten aus dem Hause Tucher sowie ein Schäufele mit Kloß und Sauerkraut genießen.

Im Sommer hatte der MarktSpiegel seine Leserinnen und Leser aufgefordert, ihre Schnappschüsse vom Nürnberger Herbstvolksfest zu schicken. Zehn der originellen Fotografen waren am 1. Oktober zusammen mit Begleitung zu einer Brauereiführung mit anschließender Verkostung eingeladen. Nach der Begrüßung durch den MarktSpiegel-Redaktionsleiter John R. Braun erlebten die Gäste einen sowohl abwechslungsreichen als auch humorvollen Rundgang. Helmut Ell berichtete mit Fachwissen und Leidenschaft unter anderem, dass in Nürnberg bereits rund 200 Jahre vor Inkrafttreten des Bayerischen Reinheitsgebotes 1516 der edle Gerstensaft nach diesem Wortlaut gebraut worden sei.

Außerdem habe die Tucher-Brauerei weltweit das einzige Zwei-Städte-Sudhaus: Mitten durch das Areal verläuft die Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth. Helmut Ell bedauerte, dass die Tucher-Biere in der Region Nürnberg immer noch unter dem schlechten Image der 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts leiden würden. Seit dem 55-Millionen-Neubau hätte Nürnberg und Fürth eines der modernsten Brauhäuser Deutschlands, das hervorragende Qualität liefere. In vielen anderen Bundesländern und vor allem im Ausland seien Tucher-Biere wahre Exportschlager.

Übrigens: Der Mohr im Tucher-Wappen soll den Heiligen Mauritius darstellen. Der ägyptische Offizier war im vierten Jahrundert als Märtyrer gestorben, weil er sich geweigert haben soll, andere Christen zu töten. Die Familie Tucher habe sich diesen Mauritius als Patron für ihr Unternehmen ausgewählt, der Zeichner des Logos jedoch seine Phantasie walten lassen. So wurde aus dem ägyptischen Feldherren ein echter Afrikaner.
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