„Den Sportler in den Mittelpunkt stellen“

Hans-Peter Schmidt (links) und Jörg Ammon (rechts) sprachen mit Moderator Bruno Six (Mitte) während der Gala-Show von „Faszination Pferd“ über die Förderung junger Sporttalente. (Foto: Maximilian Schreiner)
 
Petra Hoffmann (Mitte), Leiterin der Reittherapie der Lebenshilfe Nürnberger Land, freute sich mit Dr. Natalie Schwägerl (links) und Nadja Worschech (rechts) von der NÜRNBERGER Versicherung über die gelungene Premiere des inklusiven Führzügel-Wettbewerbs bei „Faszination Pferd“. (Foto: Maximilian Schreiner)

Nachwuchs-Leistungssportler brauchen vielfältige Unterstützung

NÜRNBERG (pm/nf) - Die Bayerische Sportstiftung und ihr langjähriger Gold-Partner, die NÜRNBERGER Versicherung, thematisierten bei „Faszination Pferd“ in einem Sportgespräch die Notwendigkeit der nachhaltigen Förderung junger Sporttalente aus der Europäischen Metropolregion Nürnberg.

Dem deutschen Spitzensport stehen spannende Zeiten entgegen. Die Umsetzung des vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) im Jahr 2014 initiierten Reformprozesses der Leistungssportförderung ist in vollem Gange. In der Europäischen Metropolregion Nürnberg wird die mit der Neustrukturierung verbundene mangelnde Planungssicherheit von Sportfunktionären, Athleten und Trainern kritisch gesehen, wie das Sportgespräch „Faszination Nachwuchs-Leistungssport“ in der Messe Nürnberg aufzeigte.

Stimmen aus dem Sportgespräch

Jörg Ammon, Vize-Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) und stellvertretender Vorsitzender der Bayerischen Sportstiftung: „Wir haben eine Super-Region mit Super-Voraussetzungen für Spitzensportler und können gemeinsam viel erreichen. Bei der Leistungssportreform gibt es zu viel sportpolitisches Gezerre und zu wenig analytisches Denken. Bei allen Überlegungen müssen wir die Sportler in den Mittelpunkt unserer Betrachtung stellen.“

BLSV-Präsident und Stiftungs-Initiator Günther Lommer: „Die Bayerische Sportstiftung ins Leben zu rufen, war eine der besten Entscheidungen, die wir getroffen haben. Sie ist ein effektiver Weg, die Abwanderung von Sportlern in andere Bundesländer zu verhindern.“

Hans-Peter Schmidt, Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der NÜRNBERGER Versicherung: „Der Grundstein für eine erfolgreiche sportliche und außersportliche Zukunft liegt für die NÜRNBERGER Versicherung in einer fundierten Ausbildung der Athleten. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, die an dualen Karrierewegen orientierte Arbeit der Bayerischen Sportstiftung zu unterstützen“

Olympiasieger Max Müller: „Die sportbegeisterte Bevölkerung sollte mit den Füßen abstimmen und Athleten aller Disziplinen Respekt zollen. Gehen Sie zu Sportveranstaltungen, schauen sie sich Bundesliga-Handball, Hockey, Badminton, Dressurturniere und noch vieles mehr an. Der Eintritt kostet nicht viel und die Sportler fühlen sich beachtet und geschätzt. Nur so wird sich auch an der einseitigen Sportberichterstattung etwas ändern.“

Azubis der NÜRNBERGER Versicherung setzten Inklusions-Projekt um

Bei „Faszination Pferd“ bewarben Auszubildende der NÜRNBERGER Versicherung die langjährige Kooperation ihres Unternehmens mit der Reittherapie der Lebenshilfe Nürnberger Land e.V. mit zwei Aktionen. Sie konnten ein großes Publikum für das Thema Inklusion sensibilisieren.

Das Projekt Therapeutisches Reiten wird bei der NÜRNBERGER Versicherung von einer „Azubi-Generation“ an die nächste weitergegeben. In diesem Jahr ergänzten die jungen Erwachsenen ihren traditionellen Weihnachtsverkauf von Gebasteltem und Selbstgebackenem im Business Tower Nürnberg um zwei Aktionen bei „Faszination Pferd“.

„Foto machen und Gutes tun“

Gleich im Eingangsbereich der Messe Nürnberg hatten die Auszubildenden von der AFAG Messen und Ausstellungen GmbH, dem Veranstalter der „Faszination Pferd“, einen Messestand kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Dort betreuten sie in Eigenregie eine Fotobox und baten die Besucher pro Einnerungs-Bild um eine Spende in Höhe von mindestens einem Euro. Der Erlös von insgesamt 734 Euro wird von der Stiftung NÜRNBERGER Versicherung verdoppelt und kommt der Reittherapie der Lebenshilfe Nürnberger Land zugute.

Gelebte Inklusion

Ein besonderes Erlebnis für die Auszubildenden der NÜRNBERGER und die Betreuten der Lebenshilfe Nürnberger Land war der gemeinsame Auftritt im Schauprogramm der „Faszination Pferd“. Für ihren inklusiven Führzügel-Wettbewerb hatte die Gruppe intensiv trainiert.

Der Name Führzügel-Wettbewerb ist abgeleitet von dem im Halfter eingeklinkten Führzügel, mit dessen Hilfe Pferd bzw. Pony und Reiter von einer Begleitperson geführt werden. Die Reiter zeigen betrachtet von Turnierfachleuten, das sie bei verschiedenen Gangarten über ein gutes Gleichgewicht im Sattel verfügen.

Die Besonderheit des in der Frankenhalle gezeigten und von Nadja Worschech (Projektleitung Pferdesportsponsoring der NÜRNBERGER) angeleiteten inklusiven Führzügel-Wettbewerbs bestand darin, dass Auszubildende und Betreute die Rollen tauschten: wer in der ersten Runde ritt, unterstützte in der zweiten Runde den Führenden. Das Konzept überzeugte auch die Zuschauer, die den Erläuterungen von Petra Hoffmann (Leiterin der Reittherapie der Lebenshilfe Nürnberger Land) und Dr. Natalie Schwägerl (Projektleitung Sozialsponsoring der NÜRNBERGER) aufmerksam folgten und die Reiter am Ende mit viel Beifall belohnten.

„Es war ein unbeschreiblich begeisterndes Gefühl so fachlich perfekt und feinfühlig aufgenommen zu werden. Sowohl unsere Partner in der NÜRNBERGER als auch die Veranstalter zeigten großes Verständnis für die besonderen Bedürfnisse unserer Betreuten. Unsere Pferde fühlten sich auch sehr wohl und machten ihren Job ganz gelassen und sicher. Wir haben ganz viel gewonnen in dieser gemeinsamen Aktion“, resümierte Petra Hoffmann.
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