Der Christkindlesmarkt in der Vitrine

Weihnachtliches aus Zinn im Museum Kühnertsgasse. (Foto: oh/Altstadtfreunde Nürnberg e.V.)
Weihnachtliches aus Zinn im Museum |22|20|18| Kühnertsgasse

NÜRNBERG (pm/nf) - Im Rahmen der Ausstellung „Zinnsoldat und Gänseliesel – 175 Jahre Offizin Ernst Heinrichsen“ zeigt das Museum|22|20|18| Kühnertsgasse der Altstadtfreunde ab Donnerstag, 27. November 2014 die Sonderschau „Weihnachtliches aus Zinn“. Eine Besonderheit ist sicherlich der
„Nürnberger Christkindlesmarkt“ der Offizin Heinrichsen, der dem bereits über Nürnberg hinaus bekannten Christkindlesmarkt ein einmaliges und wunderschönes Andenken in Zinn setzte. Die Zinnfiguren zeigen den Nürnberger Christkindlesmarktes zu jener Zeit. Die hier ausgestellte Packung wurde wohl 1939 exklusiv für die Stadt Nürnberg gefertigt. Oberbürgermeister Willy Liebel machte sie hochrangigen Gästen als Beispiel für eine „altdeutsche Weihnacht“ zum Geschenk. Auf der Innenseite des Deckels war eine entsprechende Widmung angebracht, die heute jedoch in keiner der vorhandenen Originalpackungen mehr zu finden ist.


Die Packung besteht aus 24 unterschiedlichen Marktbuden, der Krippe, dem Schönen Brunnen und der aus zwei Teilen bestehenden Frauenkirche. Auch 75 Jahre nach seiner Entstehung ist dieser kleine Markt einzigartig und faszinierend zugleich. Darüber hinaus gibt es noch weitere Hersteller von Christbaumschmuck aus Zinn.

Christbaumschmuck von Babette Schweizer
Die filigranen Christbaumkugeln aus Zinn sind wahrscheinlich die ersten Christbaumkugeln, die auch in Serie hergestellt worden sind. Die Herstellungstechnik der sogenannten „Ewiglicht-Ampeln“ ist ungefähr zwischen 1820 und 1830 einzuordnen. Etwa um 1850 erfolgte die Weiterentwicklung zu Christbaumkugeln. Seit dieser Zeit hat sich nicht viel verändert, nur die Werkzeuge wurden weiter entwickelt.

Weihnachtsschmuck von Ulla Schiller
Ulla Schiller stammt aus der alteingesessenen Wiener Zinnfiguren-Manufaktur Scheibert. Sie ist die Enkelin von Eduard Ferdinand Scheibert, dem Begründer der Zinnfiguren-Manufaktur. 1976 ließ sich Ulla Schiller in Nürnberg nieder, wo sie mit Günther Zens zusammenarbeitete. Einigen wird Ulla Schiller noch ein Begriff sein mit ihrem Geschäft am Nürnberger Rathausplatz, wo sie u.a. viele Weihnachtschmuck-Motive anbot. 1992 verkaufte sie das Geschäft in Nürnberg, ihre Tochter Barbara betrieb ab 1999 einen Zinnfigurenverkauf in Bad Wörishofen. Nach dessen Schließung kamen die Formen 2010 in die Museumswerkstätte der Zinnfigurenwelt Katzelsdorf in Niederösterreich.

Desweiteren gibt es „altbayerischen Christbaumschmuck“ von Hedwig Daxenberger-Töllner aus Apfeldorf und liebevoll bemalten Christbaumschmuck verschiedener Hersteller von Christine Frank. Viele Weihnachtsschmuckstücke können auch käuflich erworben werden.

Die Sonderschau „Der Christkindlesmarkt in der Vitrine“ ist vom 27. November 2014 bis 4. Januar 2015 zu sehen, und zwar von Mittwoch bis Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr.
Museum |22|20|18| Kühnertsgasse
Führung durch die Handwerkerhäuser Museum |22|20|18| Kühnertsgasse
Samstag um 15.00 Uhr.

www.altstadtfreunde-nuernberg.de
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