Donnergrollen & Gitarrenwände bei Rock im Wald

Allerbeste Stimmung herrschte bei Rock im Wald. 16 Bands - hier Uncle Acid and the Deadbeats - heizten an zwei Tagen dem Publikum ein. Foto: Ebersberger

MICHELAU - Das Festival "Rock im Wald" wurde erneut seinem Ruf als hochkarätig besetztes und eines der besten Festivals Bayerns gerecht. Zwei Tage lang rockten 15 Bands das kleine beschauliche Neuensee bei Michelau. Tonangebend waren, wie schon so oft in den vergangenen Jahren, skandinavische Bands. Von Spidergawd, Graveyard, Imperial State Electric, Kvelertak und Co. gab's reichlich auf die Zwölf.

Nein, Rock im Wald ist keinesfalls ein Festival der leisen Töne, hier wird das Gaspedal durchgedrückt, die Gitarrenverstärker laufen volle Pulle. Da verneigt sich die griechische Band "Planet of Zeus" ehrfürchtig vor Thin Lizzy, zündet "Imperial State Electric" ein loderndes Glamrock-Feuer mt viel Soul-Appeal, während "Uncle Acid & The Deadbeats" mit treibenden Groove ihren Sound zwischen Shoegaze und Rock'n'Roll zelebrieren.
Einer der Höhepunkte war der Auftritt der norwegischen Band "Spidergawd", die die Bühne dermaßen rockte, dass man schier Angst haben musste, von diesem mächtigen Bulldozer überrollt zu werden. Der Motorpsycho-Ableger zeigte aber auch, dass harter Rocksound durchaus auch mit einem Saxofon verfeinert werden kann.
Das Bremer Duo "Mantar" dagegen riss mit seinem brachialen Noise-Rock alle Mauer nieder, ließ nur Trümmer übrig. Krönender Abschluss des Zwei-Tage-Festivals war zweifellos der Auftritt von "Kvelertak". Das norwegische Sextett bewegt sich absolut souverän zwischen Hardcore, Metal und Punk. Mit einem fulminanten Auftritt, einem Donnergrollen, das wohl alle Waldbewohner geweckt hat, zeigten die Wikinger wo Thors Hammer hängt.
Keine Frage, die RIW-Organisatoren hatten auch diesmal ein mehr als glückliches Händchen. Man darf sich schon jetzt auf die nächste "Rock im Wald"-Ausgabe freuen.
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