Drei elegante Schwertkünste zur Bewegung von Körper und Geist

Referenten-Team: Alexander Frey, Andreas Fuchs, Annette Maul, André Holtkamp, Alexis Dulanto
 
Annette Maul, japanische Schwertkunst

Drei elegante Schwertkünste - die japanische, die europäische und die chinesische Schwertkunst - konnten 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am vergangenen Samstag beim Schwertkunst-Seminar vonZANCHIN Kampfkunst e.V. und der Kampfkunstschule Schwert und Bogen in Nürnberg kennen lernen.

Von Schwertern hört man in vielen Sagen - heutzutage kennt sie eher aus Filmen: Sie waren wertvoll, verliehen oft magische Kräfte und schützten vor Verletzung. In China hieß es: „Zum Erlernen der Säbelkunst braucht es 100 Tage - für die Speerkunst 1000 Tage. Um jedoch das Schwert meisterhaft führen zu können, muss man 10.000 Tage üben.“ Ein weitere chinesische Redewendung sagt: „Eine Reise von tausend Meilen fängt mit dem ersten Schritt an.“ Die ersten Schritte in die Schwertkunst wurden auf diesem Seminar getan.

Japanische Schwertkunst

Bei der japanischen Schwertkunst Iaido geht es nicht nur darum, eine alte asiatische Kampfkunst zu praktizieren, sondern geduldig bei sich selbst Unkonzentriertheit und schlechte Angewohnheiten zu besiegen. Praktisch wird geübt, das japanische Schwert - das Katana bzw. Iaito - in unterschiedlichen Körperhaltungen und Situationen schnell aus seiner Scheide zu ziehen um es dann mit Präzision und Achtsamkeit zu führen. Die eleganten Iaido-Bewegungen verbessern unsere mentale Haltung, denn das eigentliche Ziel ist „Saya no uchi saya“ - was bedeutet: Siegen ohne das Schwert zu ziehen. Probestunde für Interessierte immer am Dienstag, 20:30 bei ZANCHIN Kampfkunst e.V.: Anmeldung bitte unter info@zanchin.de

Europäische Schwertkunst

Nicht nur in Japan entwickelten die Samurai eine hervorragende Art des Fechtens, auch bei uns in Europa gab es früher berühmte Schwertkampfschulen. Die Lehren der Schwertmeister Talhoffer und Lichtenauer sind Grundlagen für das Training der Nürnberger Kampfkunstschule Schwert und Bogen. Die Schwertkampfkunst war und ist persönlichkeitsbildend: Denn jeder Kampf wird im Herzen gewonnen oder verloren. Dieser Aspekt steht im Focus des Weges mit dem Schwert. Am 23. März beginnt ein Kurs für interessierte Einsteiger unter Leitung von Andreas Fuchs. Mehr dazu hier.

Chinesische Schwertkunst

Schon vor zweitausend Jahren entdeckten viele chinesische Gelehrte die Schwertkunst für sich als Fitnesstraining. Das Jian, das gerade zweischneidige Schwert Chinas, galt damals als die „Edelste unter den hundert Klingen“ und die Schwertkampfkunst war eine der „Fünf herausragenden Disziplinen“ neben dem Musizieren, dem Brettspiel, der Dichtkunst und der Malerei. Diese Kunst sollte zu Rechtschaffenheit, vornehmem Geist, Zartgefühl und körperlichem Wohlbefinden führen. Künstlern und Gelehrten ging es vorrangig darum, sich mit Schwertübungen körperlich zu ertüchtigen - vergleichbar unserem Freizeitsport heute. Wer dieses traditionelle chinesische Fitnesskonzept lernen, kann das Anfang Mai bei ZANCHIN Kampfkunst unter Leitung von Annette Maulin verschiedenen Kursen. Speziell für Ältere 60+ bieten wir Extra-Kurse bereits im April. Info gerne unter info@zanchin.de oder 0911-2878222.
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