Führung mit Gebärdendolmetschern im Memorium Nürnberger Prozesse

NÜRNBERG (pm/nf) - Das Memorium Nürnberger Prozesse bietet Gehörlosen eine in Gebärdensprache gedolmetschte Führung durch die Dauerausstellung und in den Saal 600. Dort mussten sich im Nürnberger Prozess 1945/46 erstmals individuelle Vertreter des NS-Regimes vor einem internationalen Gericht verantworten.

Der Prozess gilt heute als die Geburtsstunde des Völkerstrafrechts. Der Rundgang beginnt am Samstag, 20. Februar 2016, um 15 Uhr im Memorium Nürnberger Prozesse, Bärenschanzstraße 72. 22 Angeklagte standen in Nürnberg für die Verbrechen der Nationalsozialisten vor Gericht. Wer waren diese Angeklagten, wie argumentierten die Ankläger und die Verteidiger? Welche Verbrechen standen im Mittelpunkt des Nürnberger Prozesses? Auf welche Urteile einigten sich die Richter aus den USA, Großbritannien, der Sowjetunion und Frankreich? Die Führung geht auf die zentralen Fragestellungen des „Hauptkriegsverbrecherprozesses“ ein und beschäftigt sich auch mit den zwölf Nachfolgeprozessen sowie der Weiterentwicklung des Völkerstrafrechts nach dem Ende des Kalten Kriegs. Gemeinsam mit den Führungsteilnehmern wird die Frage nach Recht und Gerechtigkeit in den Nürnberger Prozessen diskutiert.

Die Führungsgebühr beträgt 3 Euro, der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei. Eine Anmeldung per E-Mail an memorium@stadt.nuernberg.de ist erforderlich.
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