Iaido: Shodan-Prüfung beim Hanami-Lehrgang

Sylvia Ordynsky (7. Dan Renshi) war vor über dreißig Jahren die Initiatorin für das Iaido in Deutschland.
Nürnberg: Dr.-Theo-Schöller-Schule | Eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt - den ersten großen Schritt hat Alexander Frey nun erfolgreich getan auf dem langen Weg der japanischen Schwertkunst Iaido. ZANCHIN Kampfkunst e.V. freut sich mit Alexander und hofft, dass weitere Vereinsmitglieder demnächst seinem guten Beispiel folgen werden.

Der Frühjahrslehrgang des Deutschen Iaido Bundes e.V. ist nach dem japanischen Hanami-Brauch benannt. Ins Deutsche übersetzt bedeutet „Hanami“ „Blüten betrachten“ und ist weltweit als japanische Kirschblütenfest-Tradition bekannt. 65 Iaidokas aus ganz Deutschland reisten am vergangenen Wochenende an, um in Stegaurach nahe bei Bamberg am Lehrgang teil zu nehmen.

Unter ihnen waren zehn Prüfungskandidaten, die dieses Mal ihre Prüfungen zum Shodan (1.Dan), Nidan (2.Dan) und Sandan (3.Dan) bestanden, was jedoch keineswegs selbstverständlich ist. Lange intensive Vorbereitung im regelmäßigen Training, um in der Prüfungssituation mit ruhigem Geist die Bewegungen möglichst perfekt ausführen zu können, und natürlich auch etwas Glück ist schon vonnöten. Denn um siegen zu können, muss der Geist so ruhig sein wie der Mond, aber auch so beweglich wie eine Libelle. Hinterher motiviert eine erfolgreich abgelegte Prüfung dazu, weiter zu üben, um den nächsten Schritt - die nächste Prüfung - zu bewältigen.

Iaido ist die japanische Kunst des Schwertziehens - es entwickelte sich aus den Schwertkampfübungen der Samurai, der Ritter des japanischen Mittelalters. Während der über 250 Jahre langen japanischen Friedensperiode (1603 bis 1868) wandelten sich diese überlebenswichtigen Kampftechniken zur Kunst: Die Ästhetik der Bewegungen, präzise exakt ausgeführte Techniken und auch die Charakterbildung des Praktizierenden spielen seither eine wichtige Rolle. In einer Zeit, in der das Schwert als Waffe technologisch von den Feuerwaffen überholt wurde, entstand in Japan trotz diesem Umstand die Kunst des Schwertziehens und perfekten Führens des Schwertes. Denn Sinn und Zweck war es dann und ist es bis heute, den Weg des Schwertes zu beschreiten und nicht, mit dem Schwert beispielweise gegen Schusswaffen zu kämpfen. Wie der bei uns etwas bekanntere Teeweg ist auch der Schwertweg ein japanisches Kulturerbe, das bis in unsere Zeit überlebte und nicht im gesellschaftlichen Umbruch und der damit verbundenen Verwestlichung Japans im 19. Jahrhundert verloren ging.

Diejenigen, die sich nun dafür interessieren, dies einmal kennen zu lernen, sind zu einer beitragsfreien Probestunde in unserem Verein gern eingeladen. Anfragen unter info@zanchin.de oder 0911-2878222. Unsere Übungshalle befindet sich in Nürnberg-Johannis.

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