Isabell Werth rockt Dressurszene

Dressur B, Finale der Pferd International: Isabell Werth mit Don Johnson. (Foto: oh/Hans Sedlmayr)
 
Simone Blum mit Sam. (Foto: oh/Ferdinand Schreiner)
NÜRNBERG/MÜNCHEN (pm/nf) - Mit einem riesigen Punktevorsprung hat die fünffache Olympiasiegerin Isabell Werth am Samstag bei Pferd International im Finale B der World Dressage Masters (WDM) das Feld von hinten aufgerollt. Hatte ihr 13-jähriger Hannoveranerwallach Don Johnson am Vortag noch aufgemuckt, sich in der NÜRNBERGER Dressur-Arena sogar einen Bocksprung geleistet, zeigte sich der mächtige Braune im Grand Prix Special wieder von seiner besten Seite. 74,902 Punkte konnte er sammeln, das bedeutete am Ende den klaren Sieg für die Rheinbergerin. Über den Erfolg freute sich natürlich auch der Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbands, Hans-Peter Schmidt.

„Heute war Don Johnson wieder hundertprozentig bei mir“, erzählt Isabell Werth begeistert, die das große Pferdefestival auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem seit vielen Jahren fest auf ihrem Turnierkalender stehen hat. Auch die zweitplatzierte Valentina Truppa aus Italien ist in der bayerischen Landeshauptstadt bereits Stammgast, lotste ihren Fixdesign Eremo del Castegno zur silbernen Schleife und fiel dem mittlerweile 14-jährigen Rohdiamant-Sohn dann glücklich um den Hals. „Die Kulisse hier ist einmalig, ich liebe München“, jubelte die zierliche Amazone, die Carola Koppelmann (Warendorf) und Deveraux auf Platz 3 verwies.

Auch in der Qualifikation zum Finale des Louisdor-Preis, einem Kurz Grand Prix, gingen prominente Reiter an den Start. Und wieder war es, wie bereits an den Vortagen, Dorothee Schneider, die ihr Pferd bestens in Szene setzte. Mit Showtime, einem 9-jährigen Nachkommen von Sandro Hit, holte sich die Mannschafts-Zweite der Olympischen Spiele von London den Sieg, gefolgt von dem Wahl-Münchner Hendrik Lochthowe auf Meggle’s Boston und Victoria Michalke (Gut Daxau), die ihre 9-jährige, bayerische Stute Novia beeindruckend durch’s Viereck steuerte und einmal mehr die Richter beeindruckte.

Hoffnungsvolle Nachwuchspferde gab es im St. Georg Special, dem Preis der Fürst Fugger Privatbank zu sehen. An der Spitze lag hier der 8-jährige Sandiego, vorgestellt von Carola Koppelmann vor Kristina Sprehe mit Fürst Fugger. International wurde es in der WDM NextGen, einem FEI Grand Prix U 25, in dem die Niederländerin Jill Huybregts mit Zamacho Z die goldene Schleife kassierte. Beste Deutsche war hier Sarah Erlbeck vom Gut Daxau mit Amichelli.

Groß war die Spannung rund um den Springparcours, als die Glocke für ein Gruppenspringen der Kl. S** mit Siegerrunde läutete. 32 Starter hatten sich in die Listen eingetragen, nur vier schafften den Umlauf ohne Fehler. Mit der schnellsten Nullrunde schaffte es schließlich der Ire Jonathan Gordon auf Fellini auf den 1. Rang. Im starken Teilnehmerfeld lag Simone Blum aus Zolling mit Sam auf Platz 9, Maximilian Lill vom Schweizer Hof wurde mit Eragon am Ende noch Zwölfter.
Einen bayerischen Sieger gab es im Speed Cup präsentiert von Baker Tilly Roelfs, einem Zeitspringen der Kl. S*: Mit einer überragenden Zeit fegte Maximilian Schmid (Königsbrunn) auf Cassia de Lys fehlerfrei durch den Parcours und sicherte sich damit den Sieg vor Hans-Peter Konle aus dem fränkischen Küps, der Coco Chanel gesattelt hatte.

Bericht: Martina Scheibenpflug
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