Jubiläum: 30 Jahre Triathlon in Roth mit dem besten Starterfeld aller Zeiten

Josef Hasler (Vorsitzender des Vorstands der N-ERGIE, links), Claus Fesel (Leiter Marketing und Kommunikation DATEV, 2. von rechts) sowie Alice und Kathrin Walchshöfer (Geschäftsführung TEAMCHALLENGE GmbH) stellten bei der großen Auftakt-Pressekonferenz bei der N-ERGIE in Nürnberg das Weltklasse-Starterfeld zum diesjährigen DATEV Challenge Roth vor. Mit dabei: die Top-Athleten Anja Beranek und Dirk Bockel. (Foto: TEAMCHALLENGE GmbH, Luise Köstler)

ROTH (pm/vs) - Mit dem wohl besten Starterfeld, das Roth je gesehen hat, feiert der DATEV Challenge Roth am 20. Juli das Jubiläum „30 Jahre Triathlon in Roth“. Die rund 220.000 erwarteten Zuschauer entlang der Wettkampfstrecken und im Rother Triathlon-Stadion dürfen sich auf spannende Wettkämpfe mit einer eindrucksvollen Riege der weltbesten Triathleten freuen.

Bei den Männern werden sich der Australier und aktuelle Hawaii-Zweite Luke McKenzie, der Weltklasse-Australier und Hawaii-Sieger (2012) Pete Jacobs, der Hawaii-Vierte James Cunnama aus Südafrika, der Baske Eneko Llanos, DATEV Challenge Roth-Vorjahressieger Dirk Bockel (LUX) und Deutschlands Top-Athleten Timo Bracht und Nils Frommhold eine heiße Schlacht um die ersten Plätze liefern. Ein eindeutiger Favorit ist in diesem hochkarätigen Feld diesmal nicht auszumachen: Jeder der Genannten ist ohne weiteres in der Lage, unter 7:50 Stunden zu bleiben – Voraussetzung für einen Sieg. Mit einem extrem spannenden und schnellen Rennen ist deshalb im Jubiläumsjahr in der legendären „Triathlon-Hochburg Roth“ zu rechnen.

Acht Langdistanz-Wettkämpfe hat der in Taree/Australien geborene und heute in Kalifornien lebende Vize-Weltmeister Luke McKenzie bereits gewonnen. Wenige Tage nach seinem Start beim weltgrößten Langdistanzrennen der Welt feiert der Ausnahme-Athlet seinen 33. Geburtstag und würde sich mit seinem ersten Sieg in Roth selbst sein schönstes Geburtstagsgeschenk machen. Pete Jacobs, dem 2012 auf Hawaii ein furioser Sieg gelang, stand bislang ebenfalls noch nie ganz oben auf dem Rother Siegertreppchen und will dies am 20. Juli unbedingt nachholen. Das hat ihm der Südafrikaner James Cunnama mit dem Titelgewinn in Roth 2012 bereits voraus – Wiederholung durchaus erwünscht. Auch sein Titelnachfolger beim DATEV Challenge Roth, der sympathische Luxemburger Dirk Bockel, hat Blut geleckt. Bei seinen 7:52:01 Stunden von 2013 ist nun, da er die Strecke kennt, durchaus noch Luft nach oben.

Immer noch eine Rechnung mit Roth hat Timo Bracht offen, noch nie reichte es für den in Eberbach lebenden sechsmaligen Ironman-Gewinner für einen Sieg in Roth. 2013 war Bracht so nah dran wie nie, doch dann kostete den besten Athleten dieses Tages eine Reifenpanne auf der Strecke den schon fast sicheren Sieg. Geht dieses Jahr sein lang gehegter Wunsch endlich in Erfüllung? Ein weiterer hoffnungsvoller Deutscher könnte ihm dazwischenfunken: Nils Frommhold, der erst in diesen Tagen mit seinem Sieg beim IM South Africa von sich reden machte – es war der zweite Langdistanz-Sieg für den 28-jährigen gebürtigen Berliner. Nach einem Ermüdungsbruch war Frommhold 2013 nur als Zuschauer in Roth und wusste bereits, dass er 2014 wieder kommen würde – mit großen Zielen. Immer auf der Rechnung haben muss man auch den baskischen Athleten und mehrfachen Langdistanz-Sieger Eneko Llanos. Mit mehreren Top 5-Platzierungen in Roth und zuletzt seinem grandiosen Sieg beim IM Frankfurt hat er gezeigt, dass er trotz seiner inzwischen 37 Lebensjahre immer noch zu den Weltbesten gehört.

Das Weltklassefeld in Roth komplettieren der Kroate Andrej Vistica (Challenge Vichy-Champion und amtierender ETU-Europameister) sowie die großen deutschen Top-Athleten Markus Fachbach, Joe Spindler, Per Bittner und Swen Sundberg. Auf keinen Fall zu vergessen Andreas Niedrig, der in diesem Jahr nochmals eine richtig gute Zeit anstrebt. Und vor allem Lothar Leder, der als fünffacher “König von Roth” (1996; 2000 bis 2003) Geschichte geschrieben hat – und mit seinen fünf Siegen maßgeblich mit zum “Mythos Roth” beitrug.

Das weltbeste Frauenfeld der Saison

Nach Chrissie Wellingtons Sensations-Siegen in Roth und ihrer bis heute bestehenden Weltbestzeit von 2011 dachte man, dies wäre vorerst das Ende der Fahnenstange. Doch jetzt kommt mit Mirinda Carfrae die aktuelle Hawaii-Siegerin nach Roth - und will der Triathlon-Welt zeigen, dass sie „Muppets“ legitime Nachfolgerin werden kann. Die „Rinny“ genannte gebürtige Australierin, die inzwischen in Boulder/Colorado lebt, hat – vor allem von Belinda Granger – so viel Gutes über den DATEV Challenge Roth gehört, dass sie ihre erste Teilnahme kaum noch erwarten kann. Dicht auf den Fersen war ihr auf Hawaii die Engländerin Rachel Joyce. Ihren letztjährigen Start in Roth musste Joyce, die aktuelle Hawaii-Zweite und Challenge Roth-Siegerin von 2012, wegen eines hartnäckigen Virus absagen, jetzt holt sie dies nach: Kommt es zu einem weiteren Duell der Besten in Roth? Doch mit Yvonne van Vlerken (Hawaii-Vierte), Caroline Steffen (Fünfte) und Michelle Vesterby (Achte) sind drei weitere Top Ten-Platzierte von Hawaii in Roth am Start. 2013 konnte die Schweizerin Steffen bei ihrem ersten Start beim DATEV Challenge Roth gleich den Sieg holen, drei Jahre zuvor war dies auch der „fliegenden Holländerin“ Yvonne van Vlerken gelungen. Die besondere Atmosphäre beim DATEV Challenge Roth kennenzulernen hat die junge Dänin Michelle Vesterby erst noch vor sich, dennoch kann auch sie als große Hoffnung auf einen Sieg gelten.

Große Freude in Roth über den Start der erfolgreichen Beinahe-Lokalmatadorin Anja Beranek (vormals Ippach). 2013 gewann die heute in Fürth lebende Athletin in Zürich gleich ihren ersten Ironman als Profi und qualifizierte sich damit für Hawaii. Ihren Start auf Hawaii musste sie zwar abbrechen, doch jetzt kann sie in ihrer fränkischen Heimat beim weltgrößten Langdistanzrennen zeigen, was sie drauf hat. Von Julia Gajer ist dies in Roth bereits bestens bekannt: Nach dem zweiten Platz beim Challenge Roth 2011 und jeweils zwei dritten Plätzen 2012 und 2013 fehlt der 32-jährigen Ditzingerin jetzt nur noch der Sieg. Mit Diana Riesler und Daniela Sämmler sind aus dem deutschen Lager noch zwei weitere große Hoffnungen am Start: Riesler wurde immerhin 2013 Siegerin und damit ETU-Europameisterin beim Challenge Vichy mit glänzendem Sub 9-Finish, Sämmler konnte bereits bei ihrer ersten Langdistanz in Spanien 2012 einen dritten Platz erreichen und ließ ihm 2012 in Dänemark einen zweiten Rang folgen. Ebenfalls glänzend unterwegs ist die Australierin Rebekah Keat, die in Roth 2009 und 2010 jeweils den zweiten Platz und ein Jahr später den dritten Rang erreichte, auch bei anderen Rennen der Challenge-Serie schon vielfach ganz oben auf dem Treppchen stand. Für den DATEV Challenge Roth peilt sie eine „extrem schnelle Zeit“ für sich an. Es wird spannend.
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