Klangerlebnis Labenwolf-Chor in St. Bartholomäus

Wolfgang Strauss und der Elternchor des Labenwolf-Gymnasiums Nürnberg
Nürnberg: St. Bartholomäus | Nürnberg-Wöhrd (li) Elternchor und Ehemalige des Labenwolf-Gymnasiums Nürnberg unter der Leitung von Wolfgang Strauss haben zu einem Konzert "Barock trifft Moderne ... und noch mehr" in die Kirche St. Bartholomäus am Wöhrder See eingeladen.

In der schönen Kirche war keine Mainstream-Musik und kein "Klassik leicht gemacht" zu hören, sondern ein Klangerlebnis, wie es von Absolventen eines musischen Gymnasiums erwartet oder zumindest erhofft werden kann.

Bereits der Auftakt mit der Flötistin Friederike Vollert, die in Weimar Blockflöte studiert, und ihre Ausführungen zur Herkunft der Ricercata quarta von Giovanni Bassana aus San Marco in Venedig und der "Susanna ung jour", einer Diminution über ein Madrigal von Orlando de Lassus, ließen auf ein großartiges Konzert hoffen.

Mit Aleidi floriasti von Thomas Jennefelt kündigte Wolfgang Strauss einen Beitrag aus dem Bereich der minimalen Musik mit langsamen Entwicklungen bis hin zur Meditation, beeinflusst von der indischen Musik, an. Obwohl diese Klanglaute sehr schwer zu singen waren, gelang es dem Chor.

Danach ein großer Wechsel zurück nach Venedig und zu Antonio Vivaldis Concerto in g-moll "La Notte", das vom starken Kontrast lebt und die Vorstellung der Nacht in der Barorockzeit als Dunkles und Bedrohliches mit Nachtgeistern in Musik wiedergibt. Der Schlaf zeigt sich als ein sich treiben lassen ohne festes Ziel.

Abschließend war Violin Concerto No. 1, 2nd Movement von Philip Glass als Musik des 20. Jahrhunderts zu hören.

Neben Friederike Vollert (Flöte) waren Jessica Scheidig (Sopran), Yuliya Plakhotnik (Sopran), Ferdinand Pfändner (Tenor), Dorina Anders (Violine), Elias Elsner (Viola), Pauline Büger (Violincello), Wolfgang Strauss (Violine) und Dominik Stiegler (Orgel) als Solisten zu hören.

Nach dem begeisterten Schlussapplaus drückte Wolfgang Strauss, Chorleiter, Lehrer am Labenwolf-Gymnasium und Leiter der Musical-Bühne seine Hoffnung aus, dass alle Besucher Freude an der Musik durch die Jahrhunderte hatten und erbat eine Spende für die jungen Musiker, die von ihren Studienorten weite Anreisen hatten und viel Engagement zeigten.
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