Kohlenmeiler-Fest auf dem Moorenbrunnfeld

Wie entsteht Holzkohle? Schüler haben auf dem Moorenbrunnfeld einen Kohlenmeiler aufgebaut. (Foto: privat)
NÜRNBERG (nf) - Schüler der 11. Klasse des Bertolt-Brecht- Gymnasiums haben zusammen mit ihrem Lehrer auf dem westlichen Moorenbrunnfeld einen Kohlenmeiler aufgebaut. Gestern wurde der Meiler angezündet.

Bis zum Sonntag, 21. Juni 2015, wird er in Betrieb sein. Während dieser neun Tage besteht für jeden die Möglichkeit den Meiler zu besichtigen. Die Schüler bieten auch kleine Führungen mit Informationen rund um den Aufbau und Betrieb eines Meilers an.

Anmeldungen unter der Mail-Adresse Kohlenmeiler-BBS@gmx.de

Die Führungen finden von 10- 19 Uhr statt. Am 21. Juni 2015 findet dann das Kohlenmeilerfest von 15-18 Uhr statt. Die entstandene Holzkohle wird um circa 16 Uhr verkauft. Die Preise sind: pro kg Kohle 2 Euro oder für 10 kg Kohle 15 Euro. Für Essen & Trinken ist auch gesorgt. Der Erlös wird an eine UNESCO- Projektschule in Tansania gespendet.
Der Kohlenmeiler befindet sich ungefähr 100 Meter westlich des Waldparkplatzes in Moorenbrunn. Der Weg wird von dort beschildert sein.

Was ist ein Kohlenmeiler?
Ein Meiler wird aus Holzscheiter geschlichtet, mit Erde, Gras und Moos, Asche und anderem luftdicht überschüttet. Die Hitze des glimmenden Holzes im Innern des Meilers treibt dann alle flüssigen und organischen Bestandteile als Rauch aus dem Holz. Es bleibt zu rund 98 % nur das Kohlenstoffgerüst der Holzzellen zurück. Das Relikt eines Kohlenmeilers, wie es oft in Wäldern zu finden ist, heißt Meilerplatz. Aus 100 Kilo Hartholz können etwa 30 kg Holzkohle gewonnen werden. Die Methode stammt aus der Zeit, in der so ein hochwertiger Ersatz für Braun- und Steinkohle gewonnen wurde, um etwa die nötige Hitze in der Eisenverarbeitung zu erzeugen, die mit einem Holzbrand nicht erreicht werden kann, und die leichtere Holzkohle einfacher zu Transportieren ist als Fällholz. Die Köhlerei war in der frühen Neuzeit ein bedeutender Wirtschaftszweig.
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