Nürnberger Christkind besucht in den USA die Städte Philadelphia und Atlanta

Bei der Eröffnungsfeier in Philadelphia richteten Vertreter der Stadt Philadelphia, der Stadt Nürnberg und der Veranstalter des Markts Grußworte an die Besucher (v.l.:): Al Taubenberger, Stadtrat in Philadelphia, Sheila Hess, Repräsentantin der Stadt Philadelphia, Christkind Teresa Treuheit, Ursula Wagner, Repräsentantin der Stadt Nürnberg, Thomas Bauer, Veranstalter der Märkte in Philadelphia und Baltimore. (Foto: Erich Treuheit)
 
Das Christkind beim Sprechen des Prologs in Philadelphia. (Foto: Ursula Wagner/Stadt Nürnberg)
NÜRNBERG (pm/nf) - „Welcome, ladies and gentlemen, boys and girls, people of all ages.“ Mit dem berühmten Prolog in englischer Sprache hat das Nürnberger Christkind der Jahre 2013 und 2014 heuer die Weihnachtsmärkte in den US-Städten Philadelphia und Baltimore eröffnet.

Zum zweiten Mal bereist Teresa Treuheit als Botschafterin des Nürnberger Christkindlesmarkts die Vereinigten Staaten von Amerika. Am Samstag, 26. November 2016, in Baltimore und am Sonntag, 27. November, in Philadelphia brachte das Christkind durch ihr Erscheinen den zahlreichen Besuchern „ihren Markt“ und deutsches Weihnachtsbrauchtum nahe.

Geduldig erklärt die 21-Jährige, wer das Christkind ist und worin seine Aufgaben bestehen. „Hier kennt das Christkind ja kaum jemand. In den USA bringt Santa Claus die Geschenke.“ Bei den Rundgängen über die Märkte kommt sie mit vielen US-Bürgerinnen und -Bürgern ins Gespräch. Immer wieder wollen sich vor allem Kinder mit dem „Christmas-Angel“ aus Nürnberg fotografieren lassen. Auch viele US-Bürger mit deutschen Wurzeln sprechen das Christkind immer wieder an.
Das Medieninteresse bei den beiden Eröffnungszeremonien war groß, die lokalen Fernsehstationen sendeten die Eröffnung in den Abendnachrichten. Der Weihnachtsmarkt in Baltimore, im Hafenviertel der 650 000-Einwohner-Stadt im Bundesstaat Maryland gelegen, findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Das Christmas Village mit seinen deutschen Weihnachtstraditionen ist mittlerweile ein beliebter Treffpunkt am Inner Harbour von Baltimore.

Bereits seit 2008 findet das „Christmas Village“ in Philadelphia, Pennsylvania, statt. In diesem Jahr zum ersten Mal bei der City Hall, dem Rathaus der Stadt mit 1,5 Millionen Einwohnern. Vor dem beeindruckenden Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sind die Holzbuden der Händler aufgebaut. Auch im Innenhof reiht sich Bude an Bude, jede ist mit einem großen Weihnachtsstern geschmückt. Abends erstrahlen diese in einem warmen Licht und verleihen dem Markt eine besonders festliche Atmosphäre.

„In Philadelphia fühle ich mich in diesem Jahr beinahe wie auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt“, sagt Teresa Treuheit. Ein Grund ist sicher, dass der Veranstalter der Märkte, das Unternehmen German American Marketing, neben Weihnachtsschmuck und Kunsthandwerk auch original Nürnberger Glühwein und Lebkuchen anbietet. Doch vor allem beim Prolog des Christkinds sind die Bedingungen in diesem Jahr ähnlich wie vor der Frauenkirche. Hoch über dem Innenhof des Rathauses öffnete sich Punkt 16 Uhr Ortszeit ein großes Fenster und das Nürnberger Christkind erscheint im gleißenden Scheinwerferlicht, während „Stille Nacht – Silent Night“ gesungen wird. Damit kommt diese Eröffnungsfeier dem Nürnberger Vorbild schon recht nahe.

Vier Jahre lang war Teresa Treuheit Christkind, zwei Jahre in Nürnberg und weitere zwei Jahre in den USA. „So um die 500 Mal habe ich den Prolog in dieser Zeit gesprochen. Diese Worte werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen.“ Am Dienstag flog sie noch in Nürnbergs Partnerstadt Atlanta. Auch hier sprach sie nochmals den Prolog. Dann heißt es für sie Abschied zu nehmen von der Rolle als Nürnberger Christkind.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.