NÜRNBERGER Versicherungscup 2017: Kiki Bertens gewinnt in Nürnberg

Siegerin Kiki Bertens kurz nach dem Sieg über Barbora Krejcikova auf der Nürnberger Kaiserburg. (Foto: Getty Images für NÜRNBERGER Versicherungscup)
 
Siegerin Kiki Bertens präsentiert kurz nach dem Sieg über Barbora Krejcikova auf der Nürnberger Kaiserburg ihre Siegtrophäe. (Foto: Getty Images für NÜRNBERGER Versicherungscup)
Bertens schlägt Barbora Krejcikova 6:2, 6:1 – Doppeltitel an Melichar/Smith

NÜRNBERG (pm/nf) - Kiki Bertens ist zum WTA-Turnier nach Nürnberg gekommen, um ihren Vorjahressieg beim NÜRNBERGER Versicherungscup zu wiederholen – auch in einem enorm stark besetzten Hauptfeld. Und die 25-Jährige versprach zu Turnierbeginn: „Wenn ich hier ein zweites Mal gewinne, dann halte ich meine Dankesrede in deutscher Sprache.“


Das erste und wichtigste Vorhaben, die Titelverteidigung, ist ihr eindrucksvoll gelungen. Nach genau 55 Minuten Spielzeit hat Kiki Bertens am Samstag bei Gluthitze zum Matchball aufgeschlagen und gegen die tschechische Qualifikantin Barbora Krejcikova mt 6:2, 6:1 gewonnen.

Was ihre Deutschkenntnisse betraf, erzielte die Niederländerin nur einen Teilerfolg. „Ich bin stolz“, hauchte die strahlende Siegerin ins Mikrofon von Stadionsprecherin Petra Bindl. Um dann auf Englisch fortzusetzen. „Es war großartig, wieder hier zu sein. Das Match gegen Barbora war schwierig, sie hat die ganze Woche toll gespielt. Besonders danke ich Sandra Reichel, die auch in Linz ein Super-Turnier organisiert, sie sollte noch einige Turniere veranstalten. Ich danke auch meinen Eltern, die mich die ganze Woche unterstützt haben. Nächstes Jahr komme ich wieder, denn es scheint so, als könnte ich hier in Nürnberg nicht verlieren.“

Zum Abschluss verabschiedete sich die Nummer 19 der Welt und nun zweifache Gewinnerin des NÜRNBERGER Versicherungscups von den Zuschauern auf Deutsch mit den Worten: „Bis nächstes Jahr.“ Bertens erhielt von Turnierdirektorin Sandra Reichel einen Siegerscheck in Höhe von 43.000 Dollar. Staatsminister Dr. Markus Söder überreichte „Sunny-Girl“ Bertens einen Riesen-Lebkuchen mit Smilie!

Die Sensation des 5. WTA-Turniers NÜRNBERGER Versicherungscup war zweifellos Barbora Krejcikova. Die 21-jährige Tschechin, Nummer 254 im WTA-Ranking, hatte ohne anwesenden Trainer und mit dick bandagiertem rechten Bein den Einzug ins Endspiel geschafft.

„Wir haben nicht nur gefeiert zum fünften Geburtstag des NÜRNBERGER Versicherungscups, sondern waren auch traurig über die schwere Verletzung von Laura Siegemund. Das tut uns allen extrem leid und wir wünschen Laura eine gute Genesung. Aber so hart es klingt, so ist leider der Spitzensport. Es gibt schöne und bittere Momente.“ Mit diesen Worten hat eine zwischen Nachdenklichkeit und Freude schwankende Turnierdirektorin Sandra Reichel am Samstag vor den Finalspielen beim obligaten Medientermin ihre Bilanz begonnen.

Dr. Armin Zitzmann, der Vorstandsvorsitzende von Hauptsponsor NÜRNBERGER Versicherung, äußerte sich „sehr zufrieden“ über die Entwicklung des WTA-Turniers, das Nürnberg weltweit in die Schlagzeilen bringt, wie es Nürnbergs Sportbürgermeister Dr. Klemens Gsell bei der Players Party formuliert hat. „Wir haben in dieser Woche hervorragendes Tennis gesehen, und ich finde es spannend, wenn sich eine Spielerin wie Barbora Krejcokova, die jenseits 200 in der Weltrangliste platziert ist, für das Finale qualifiziert“, meinte Dr. Zitzmann. Und er erinnerte auch an die Spiele von Carina Witthöft, die erst gegen die im WTA-Ranking viel besser platzierte Schwedin Johanna Larsson siegte, ehe sie gegen Krejcikova (Nr. 254) nach fünf vergebenen Matchbällen verlor. „Das macht den Sport so spannend“, sagte Dr. Zitzmann.

„Ja, für Barbora ist es wie ein Märchen, dass sie sich ins Finale gekämpft hat. Und ich bin auch happy, dass Kiki Bertens als Nummer eins des Turniers zum zweiten Mal das Finale erreicht hat. Sie ist ein Sunny-Girl und verkörpert mit ihrer positiven Ausstrahlung den NÜRNBERGER Versicherungscup perfekt“, sagte Sandra Reichel. Keine Deutsche im Finale? „Die Frage kann ich schon nicht mehr hören. Natürlich wünscht man sich das. Aber die Dichte im Hauptfeld war heuer extrem stark, zudem ist Julia Görges krank aus Rom gekommen und Carina Witthöft war angeschlagen, dazu das Pech mit Laura.“ Tennis ist eben kein Wunschkonzert. Wichtig ist und bleibt es der österreichischen Turnierdirektorin, „eine gute Mischung von Spielerinnen mit einem internationalen Namen zu engagieren und deutschen Tennisdamen, auch aus der zweiten Generation, eine Chance zu geben.“

Stichwort Nachwuchs: „ Auch Judy Murray hat viel bewegt, die Kinder und Jugendlichen waren von ihrer Trainingseinheit begeistert. Judy will nächstes Jahr wieder kommen, dann wollen wir noch mehr machen für den deutschen Tennisnachwuchs“, erklärte Reichel, die sich bei den Sponsoren und Partnern, von der NÜRNBERGER Versicherung über NCP, Lotto Bayern, Stadt Nürnberg, Feser-Graf-Gruppe bis zu Simba Dickie bedankte. „Ohne diese tollen Partner könnten wir so ein Turnier nicht machen.“

Gibt es schon Zukunftspläne? „Wir denken zwar langfristig, aber vorerst werden wir sehr genau messen, wie gut der NÜRNBERGER Versicherungscup bundesweit ankommt“, erklärte Dr. Armin Zitzmann. „Unser Vertrag läuft bis 2019, dann werden wir im Unternehmen eine Entscheidung treffen. Im Moment kann ich sagen, dass sich das Turnier in der Tennisszene etabliert hat, wir sehr zufrieden sind über die gesteigerte Aufmerksamkeit. Und ich bin zuversichtlich, dass wir noch mehrere Geburtstage feiern werden.“ Eine Ansage, die Turnierdirektorin Sandra Reichel zum 5. Geburtstag des WTA-Turniers wohl wie Musik in den Ohren geklungen hat!
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