Polizei ermittelt: Kein Platz für Gewalttäter beim Club

Michael Meeske, Kaufmännischer Vorstand 1. FC Nürnberg: „Klar ist, dass für Gewalt in der Club-Familie kein Platz ist." (Foto: bayernpress)
NÜRNBERG (pm/nf) - Durch die tätlichen Angriffe im Kabinentrakt von Besuchern des Vereinsgeländes auf Vereinsverantwortliche der U19 des FC Bayern München am Sonntag, 13. Dezember 2015, im Rahmen des A-Junioren-Spiels zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Bayern München am Sportpark Valznerweiher ist ein Tabu gebrochen worden, das den 1. FC Nürnberg schockiert hat. Nicht nur, weil Personen zu Schaden gekommen sind, sondern weil sie auch unmittelbare Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Mannschaften und Gäste am Sportpark Valznerweiher haben.

Der Club bedauert die Vorfälle aufrichtig und wünscht den Betroffenen im Namen des 1. FC Nürnberg schnellstmögliche Genesung. Dies hat der 1. FC Nürnberg gestern (14. Dezember 2015) in einem persönlichen Gespräch dem FC Bayern München mitgeteilt. Michael Meeske, Kaufmännischer Vorstand 1. FC Nürnberg: „Klar ist, dass für Gewalt in der Club-Familie kein Platz ist und wir Menschen, die unsere Werte nicht teilen, im Club-Umfeld nicht tolerieren. Sollte es sich bei den Tätern um Mitglieder des 1. FC Nürnberg handeln, werden sie aus dem Verein ausgeschlossen.“

Konsequenzen für Täter auch von Seiten des 1. FCN

Der 1. FC Nürnberg wird nach Ermittlung der Täter Konsequenzen ziehen. Der Club behält sich vor, Stadionverbote auszusprechen sowie Hausverbote am Sportpark Valznerweiher zu erteilen. Im Falle einer Verurteilung durch den DFB zu Strafzahlungen, wird der 1. FC Nürnberg die Sanktion auf die Straftäter umlegen. Darüber hinaus erstattet der 1. FC Nürnberg Anzeige wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch gegen Unbekannt und bittet um weitere Hinweise von Zeugen, damit die Tat aufgeklärt und die Täter identifiziert werden können.

Der Club bittet Besucher des Geländes, die zur Aufklärung beitragen können, sich bei der Polizei zu melden. Jeder Hinweis ist wichtig und wird gesammelt. Die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet, dass sich Zeugen unter der Telefonnummer 0911-94820 melden. Der 1. FC Nürnberg unterstützt die Ermittlungen der Polizei, um aktiv an der Aufklärung mitzuwirken, damit die Verantwortlichen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden können.

Einsatzkonzept und Zugangswege für Zuschauer für Jugendspiele am Sportpark Valznerweiher wird der 1. FC Nürnberg hinterfragen. Im Vorfeld der Partie gab es keine Informationen, das Spiel hinsichtlich Sicherheitsvorkehrungen anders als für Jugendspiele üblich vorzubereiten. Das U19-Spiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Bayern München wurde am Sonntag zur Pause beim Spielstand von 3:0 für den Club abgebrochen. Der 1. FCN wurde aufgefordert, eine Stellungnahme beim Deutschen Fußball Bund (DFB) abzugeben. Dem DFB obliegt die Bewertung der Vorkommnisse.
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