Programm "Erlebnis Bauernhof" jetzt auch für Förderschulen

Programm Erlebnis Bauernhof: "Von der Milch zur Butter"
 
Lehrerfortbildung Erlebnis Bauernhof: "Vom Huhn zum Ei"
Nürnberg: Holzhobelhof | Lernen, erleben, aktiv sein – dazu ist der Bauernhof der ideale Ort. Gerade für Kinder mit Förderbedarf ist das Erlebnis auf dem Bauernhof von unschätzbarem Wert. Das erlebnisorientierte Lernen auf dem Bauernhof, das sinnliche Wahrnehmen, selber mit anzupacken und dabei viel über die Zusammenhänge in der Natur zu erfahren, ist gerade für Schüler mit Förderbedarf ermutigend und stärkend. Daher hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner das Programm Er-lebnis Bauernhof auf alle Jahrgangsstufen der Förderschulen erweitert.
Viele Kinder haben immer weniger Bezug zur Landwirtschaft und wissen oftmals nicht, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie hergestellt werden. Damit möglichst viele Kinder wenigstens einmal während ihrer Grundschulzeit auf einem Bauernhof gewesen sind, wurde das Programm „Erlebnis Bauernhof“ ins Leben gerufen. Schülerinnen und Schüler gehen an diesem Tag auf einen Bauernhof und erleben dort, wie Äcker und Felder bewirtschaftet werden, wie Tiere artgerecht gehalten werden und wie Kulturlandschaft gepflegt wird. Wenn sie wissen, wo die Milch, der Käse, das Brot, das Ei und ihr tägliches Essen herkommen und erkennen, wie aufwändig ihre Herstellung ist, dann lernen sie auch viel mehr deren Wert schätzen. Sie lernen, wie Ressourcen geschont werden und können mit dem Wissen Verantwortung für Natur und Umwelt übernehmen.
Zeit für einen Bauernhofbesuch nahmen sich auch zwei Grundschulen in Nürnberg: Im Rahmen einer Projektwoche machten sich alle dritten und vierten Klassen der Wiesenschule und der Grundschule Zugspitzstraße auf den Weg zu Bauernhöfen in der Umgebung. Sie erlebten hautnah und mit allen Sinnen, wie artgerechte Tierhaltung aussieht und woher ihr Essen kommt. Landwirtinnen und Landwirte boten abwechslungsreiche Programme an, je nachdem welchen Schwerpunkt der Betrieb hat. „Vom Korn zum Brot“ oder „Vom Huhn zum Ei“ oder „Von der Milch zur Butter“, „Haltung und Pflege von Biene“ sind nur einige der erlebnisorientierten Lernprogramme, die von qualifizierten Erlebnisbäuerinnen und Bauern durchgeführt werden. Organisiert wurden die Projektwochen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth. In den Schulen gab es während der Projektwochen für alle Schülerinnen und Schüler eine erlebnisreiche Ausstellung, bei der alle eifrig eine (Holz-) Kuh melken konnten, ihre eigenen Haferflocken her-stellten, verschiedene Getreidesorten in die Hand nahmen und die Unterschiede erspürten.

Auch die Nürnberger Stadträte Fabian Meissner und Elke Leo überzeugten sich bei einem Besuch auf dem Holzhobelhof in Nürnberg-Greuth, dass „Erlebnis Bauernhof“ für Kinder sinnvoll und ein nachhaltiger Beitrag zur außerschulischen Bildung ist. „Wir freuen uns für alle Schülerinnen und Schüler, dass es ein solches Programm gibt. Als Mitglieder des Schulausschusses werden wir „Erlebnis Bauernhof“ auch unterstützen“, so Elke Leo und Fabian Meissner einstimmig. Und sie begrüßen es sehr, dass das kostenfreie Programm jetzt auf alle Jahrgangstufen der Förderschulen ausgedehnt wird.

Alle Lehrerinnen und Lehrer der Grund- und Förderschulen, die an dem Projekt interessiert sind, können sich an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth, Tel.: 0911 99715-0 wenden, dort erhalten sie Informationen zu den Bauernhöfen, zu begleitendem Schulmaterial und zu Fortbildungen für Lehrer. Unter www.erlebnis-bauernhof.bayern.de finden sich weiter Angaben zu dem Projekt.
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