Sollte die ,,Stehende Welle" auch von anderen Wassersportlern genutzt werden?

April 2013: Bayerns Finanzminister Markus Söder (2.v.l.) mit Organisator Stefan Bachschmid (l.), Roland Amon (2.v.r.) und 1. Vorsitzender Michael Heitz vom Surfverein unter der Theodor-Heuss-Brücke, der Standort der Surferwelle wurde mittlerweile verworfen. (Foto: Udo Dreier)
Paddler und Kanuvereine befürchten Einschränkungen

NÜRNBERG (nf) - Der Verein ,,Nürnberger Dauerwelle e.V." brachte das Projekt ins Rollen. Nach dem Vorbild der Münchener Eisbachwelle soll auch in Nürnberg eine sogenannte ,,stehene Welle" zum Surfen errichtet werden. Die Chancen zur Realisierung stehen gar nicht schlecht - rund 500.000 Euro sind für Wellenkanal veranschlagt. Der Freistaat Bayern hat bereits eine 50-prozentige Förderung in Aussicht gestellt. Zum Bericht hier

Diese ,,stehende Welle" könnte im Uferbereich der Pegnitz im Bereich „Fuchsloch“ entstehen. Der Wellenkanal schließt mit einem Wehr an die Pegnitz unterhalb der Fußgängerbrücke an und endet auf Höhe des RÜ-Auslaufs. Die Länge des Wellenkanals beträgt ca. 61 Meter, der Kanal hat eine Breite von ca. 22 Meter. In dem Kanal wird ein hydraulischer betriebener Wehrtisch installiert, der eine stehende Welle zum Surfen erzeugt. Zusätzlich sollen im Uferbereich Freizeit- und Erholungsflächen geschaffen werden. Der Ausstieg aus dem Wellenkanal erfolgt in der Planung in einem Auslaufbecken mit niedrigen Fließgeschwindigkeiten.

Stadträtin Christine Kayser (SPD) sieht aber noch mehr Möglichkeiten. Die SPD-Fraktion stellte deshalb einen Antrag zur Behandlung des Themas im zuständigen Ausschuss. ,,Die SPD-Stadtratsfraktion begrüßt dieses Vorhaben sehr. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie die Interessen der anderen Wassersportler, die in diesem Gebiet aktiv sind - insbesondere der Paddler und Kanuvereine - im bisherigen Planungsstand berücksichtigt wurden. Aus Sicht der SPD-Fraktion muss das Ziel an dieser Stelle der Pegnitz sein, für alle Wassersportler gute Möglichkeiten zur Ausübung ihres Sports zu schaffen. In Briefen äußerten die Paddler zuletzt Bedenken, dass die Stehende Welle für sie zu Verschlechterungen führen könnte. Diese Sorgen gilt es auszuräumen und darzulegen, inwieweit die Stehende Welle zu einem Gewinn für alle Wassersportler, die in diesem Bereich aktiv sind, werden kann", so Christine Kayser für die SPD-Stadtratsfraktion.
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