Von der Masse zum Unikat

Der Künstler Dietmar Pfister bei der Erstellung eines Künstlerbuches in Anknüpfung an die Stilllebenmalerei von Giorgio Morandi. (Foto: Knut Pflaumer/Stadt Nürnberg)

Ausstellung „Feyne Liberey“ in der Stadtbibliothek Nürnberg

NÜRNBERG (pm/nf) - Die Ausstellung „Feyne Liberey“ zeigt Werke des Kü̈nstlers Dietmar Pfister. Pfister verwandelt einzelne Exemplare von in Massen produzierten Büchern in einem kü̈nstlerischen Gestaltungsprozess zu unverwechselbaren Unikaten. Die Ausstellung ist bis Samstag, 31. Mai 2014, in der Stadtbibliothek Zentrum, Gewerbemuseumsplatz 4, Ebene L2, zu sehen.

Geöffnet ist sie montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 16 Uhr (an Sonn- und Feiertagen ist sie geschlossen). Der Eintritt ist frei. Der 1943 geborene, bei Nü̈rnberg lebende Kü̈nstler Dietmar Pfister nimmt in seiner 1984 begonnenen und mittlerweile auf rund 200 Objekte angewachsenen Werkreihe das Buch in seinen vielfältigen Erscheinungsformen zum Ausgangspunkt eines kü̈nstlerischen Prozesses. Durch die Bearbeitung mit Farbe oder anderen Materialien, das Ersetzen von Buchteilen oder das Hinzufü̈gen von Gegenständen entstehen Gebilde, deren oft hintergrü̈ndige, manchmal durchaus witzige Bedeutung sich erst vollständig in Verbindung mit dem Titel erschließt.
Die Fortsetzung zu den Buchobjekten in einem anderen Medium bilden die in jü̈ngster Zeit entstandenen Kü̈nstlerbü̈cher.

Mit dem Ausstellungstitel wird bewusst der Bogen zur Stadtbibliothek Nü̈rnberg geschlagen: 1538 erhielten zwei Ratsherren den Auftrag zur Suche nach einem Gebäude, um die vom Rat nach Einfü̈hrung der Reformation aus den Klöstern ü̈bernommenen Bü̈cher als „ordenliche feyne liberey“ aufzustellen. Auch die ü̈ber Jahrzehnte gewachsene Werkreihe von Buchobjekten und Künstlerbü̈chern des Dietmar Pfister bildet inzwischen eine ansehnliche Bibliothek.
Weitere Informationen im Internet unter:
www.stadtbibliothek.nuernberg.de
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