Wasserball: Barracudas Abstieg ist besiegelt!

   

Am Wochenende hatten die Wasserballer des 1. FCN und Post SV im Rahmen der Eröffnung der Freibadsaison im Clubbad ihre letzte Chance, weiterhin auf dem Verbleib in der 2. Wasserballliga zu hoffen leider vertan.

Um die rechnerische Möglichkeit, den Nichtabstieg weiterhin verhindern zu können, hätten sie beide Begegnungen gegen Friedberg und Frankfurt gewinnen müssen, was allerdings leider nicht gelang.


Nun aber zu den beiden einzelnen Spielen:

Am Samstag, war der direkte Tabellennachbar, der VfB Friedberg zu Gast, der bei einem Sieg den Abstieg verhindert hätte.

Das Spiel hielt das, was sich viele Zuschauer erhofft hatten, es ging ständig hin und her und die Abwehrreihen ließen nur wenige Torchancen zu, so dass die Spannung merklich anstieg, wann das erste Tor endlich fallen würde.
Die Spieler und Zuschauer mussten sich bis 14 Sekunden vor Schluss des ersten Viertels gedulden, bis Jens Tiede zum 1:0 für die Barracudas traf und man gleich kurz darauf mit dieser Führung in die Viertelpause ging.

Auch das zweite Viertel ging wieder ständig hin und her, ohne dass ein weiteres Tor fallen wollte.
Die Barracudas ließen entweder einige gute Chancen für einen weiteren Torerfolg liegen oder scheiterten an Pfosten oder Latte.
Aber auch die Friedberger Spieler wollten das Tor nicht treffen und vergaben ebenfalls ihre Möglichkeiten auszugleichen, in dem sie das Tor nicht trafen bzw. Matthias Reichel, den Barracudas Torhüter nicht überwinden konnten.

Nach Hälfte des Viertels konnte Friedberg den Ausgleich erzielen, doch die Barracudas erzielten gleich 15 Sekunden später wieder den Führungstreffer zum 2:1.

Friedberg durch den erneuten Rückstand angestachelt drängten sichtlich auf den Ausgleich, der ihnen auch eine Minute später gelang und sie auch noch 20 Sekunden vor der Pause den Führungstreffer zum 3:2 erzielten.

Nach der Pause konnte man merken, dass für beide Mannschaften viel auf dem Spiel steht und man unter keinen Umständen als Verlierer aus dem Wasser steigen wollte, denn in diesem Viertel gingen beide Mannschaften konsequenter auf Mann und Tor und so ist es nicht verwunderlich, dass es mehr Torerfolge als in den beiden Vierteln davor gab.
Auch, wenn dieses Viertel mit 4:3 an die Barracudas ging, vergaben sie leider weiterhin einige gute Chancen, u.a. einen Strafwurf in der letzten Sekunde.
So ging man mit einem 6:6 ins letzte Viertel, welches die Entscheidung nun bringen würde.

Aber irgendwie wollten die Raubfische nicht mehr so richtig in Fahrt kommen und Friedberg konnte bis 2 ½ Minuten vor Schluss mit 4 weiteren Toren davonziehen.
Ein entscheidender Grund dafür war wieder, dass die Barracudas ihre Angriffe weiterhin nicht konsequent abschlossen und auch einen weiteren Strafwurf ungenutzt ließen.
Sie kamen zwar noch zu 2 weiteren Treffern, die Friedberg allerdings nicht mehr von der Gewinnerstraße abbringen konnten und sie ebenfalls noch 2 weitere Treffer erzielten.

Fazit zum Samstagsspiel:

Bis auf die Abschlussschwäche im Angriff konnte man mit dieser Leistung zufrieden sein.
Gerade in der Abwehr konnte man heute zeigen, dass diese bei weitem nicht so schlecht war, wie es bei einigen Ergebnissen in dieser Saison den Anschein hatte, denn von 7 Unterzahlsituationen ließ man nur 1 Gegentor zu.
Allerdings kam man bei 8 Überzahlsituationen selbst auch nur zu 2 Treffern und scheiterte bei 2 Strafwürfen.

Endstand - 8:12


Für die Barracudas spielten (Tore):

Matthias Reichel, Marc Steinberger, Jens Tiede (3), Stephan Pache (3), Alexej Lichtenwald, Vladislav Romin (1), Balazs Viertel, Tobias Schaufel (1), Oleg Arestov, Torsten Laage



Zum Spiel am Sonntag:

Dass man für dieses Spiel eine starke Kulisse hat, haben sich die Barracudas im Vorfeld etwas einfallen lassen. Sie verteilten an die Schülerinnen und Schüler der Nürnberger Schulen über 1000 Freikarten, die zum Besuch des Spieles und die Nutzung des Freibads den ganzen Tag berechtigten.
Spontan entschied man am Freitag, dass man diese Aktion auf alle Besucher des Clubbads an diesem Wochenende ausweitet und es für alle Gäste kostenfrei ist.

Leider meinte es Petrus nicht so gut mit den Barracudas und das Wetter lud nur ca. 100 – 120 Besucher zum Spiel und anschließen Baden ein.

Die Barracudas werden aber auch in Zukunft weiter Aktionen veranstalten, um Wasserball in Nürnberg wieder bekannter zu machen.

Nun aber zum Geschehen im Wasser…

Auch wenn der Abstieg seit gestern Abend fest stand, wollten die Barracudas nicht sang- und klanglos Ade sagen und haben sich einen Sieg im heutigen Spiel als Ziel gesetzt.

Von der ersten Minute an, war dieses Spiel wie das am Tag zuvor auf Augenhöhe und wer es als Sieger beendet absolut offen.

Das Team aus Frankfurt erwischte den besseren Start, denn begünstigt durch eine Hinausstellung kamen sie nach 1 ½ Minuten zum ersten Torerfolg.
Durch diesen Treffer doch kurzeitig kalt erwischt worden, mussten die Barracudas in den darauffolgenden zwei Minuten 2 weitere Treffer der Frankfurter hinnehmen.
Aber gleich nach dem 3. Treffer konnten auch die Barracudas ein Tor erzielen und legten Sekunden vor Viertelende noch einen 2. Treffer nach.

Das 2 Viertel erinnerte in seiner Chronologie stark an den ersten Abschnitt vom Vortag, denn keine der beiden Mannschaften konnte eine Chance zum Torerfolg nutzen.
Wobei die Spieler der Barracudas einige Male wieder an Latte oder Pfosten scheiterten.
Eine Minute vor der Halbzeit, fand ein Wurf von Vladislav Romin doch den Weg ins Tor und die Barracudas gingen mit einem 1:0 und einem Zwischenstand von 3:3 in die Pause.

Durch individuelle Fehler und weiterhin großer Abschlussschwäche brachten die Barracudas die Frankfurter Mannschaft immer besser ins Spiel und Frankfurt verwertete die ihnen gegeben Chancen bzw. waren auch vom Glück begünstigt, da ein aus Nürnberger Sicht ungültiger Treffer gegeben wurde.
So ging dieser Abschnitt mit 5:1 an Frankfurt, was schon eine kleine Vorentscheidung bedeuten sollte.

Doch wer die Barracudas an diesem Wochenende gesehen hat, wusste, dass sie sich nicht so ohne weiteres geschlagen geben wollten und besannen sich wieder auf ihre Fähigkeiten und wollten das Spiel noch einmal zu ihren Gunsten drehen.

Frankfurt erzielte auch in diesem Viertel den ersten Treffer, aber die Barracudas nutzen gleich zweimal eine Hinausstellung auf Frankfurter Seite und erzielten 2 weitere Tore.
Durch eine Rolle - kompletter Ausschluss mit Ersatz (rote Karte) - für Vladislav Romin und dessen Verlassen des Spielfelds, nicht durch die Wechselzone mussten die Barracudas bis zum nächsten Torerfolg der Frankfurter in Unterzahl spielen.

Nach dem Tor für Frankfurt und der nun wieder Vollzähligkeit, erzielten die Nürnberger noch ein weiteres Tor und entschieden somit das letzte Viertel noch positiv mit 3:2, was aber an der Niederlage nichts mehr änderte.

Fazit zum Sonntagsspiel:

Auch mit der Leistung im heutigen Spiel haben die Barracudas durchaus gezeigt, dass sie berechtigt in der 2. Liga angetreten sind und dabei sicher die eine oder andere Mannschaft hinter sich hätten lassen können.
Was heute aber wieder der Schlüssel zur Niederlage war, ist, dass zu viele Chancen zum Torerfolg leichtfertig vergeben wurden bzw. man über 10 Latten- und Pfostentreffer hatte.

Jetzt heißt es, dass man in Ruhe den Neuanfang in der Oberliga Bayern angreifen kann und die nachfolgenden Juniorenspieler aus dem U17 Bundeliga-Kader weiter in die neue Herrenmannschaft einbauen kann, um sie wieder in die 2. Wasserballliga zu führen und dort dann zu bleiben.

Endstand - 7:10

Für die Barracudas spielten (Tore):

Matthias Reichel, Jonas Fankhänel (2), Marc Steinberger, Luis Gießwein, Christoph Bersch (1), Alexej Lichtenwald, Vladislav Romin (2), Balazs Viertel, Tobias Schaufel, Oleg Arestov (1), Laage Torsten (1), Klaus Finding
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