Wo die Straßenbahnen und Busse wohnen

Als die Pferdebahn noch im Einsatz war. (Foto: VAG-Archiv)
 
Wagen der Pferdebahn, wie er seit 2014 restauriert im Historischen Straßenbahndepot St. Peter ausgestellt ist. (Foto: VAG / Claus Felix)
Tour zu ehemaligen und aktuellen Betriebshöfen der VAG – Offene Tore im Historischen Straßenbahndepot St. Peter

NÜRNBERG (pm/nf) - Wer sich auf den Weg macht, die ehemaligen und aktuellen Betriebshöfe der VAG zu besuchen, der erfährt dabei viel über die Entwicklung des Straßenbahn- und Busbetriebs in Nürnberg. Die Gelegenheit dazu gibt es am kommenden Sonntag, 2. Oktober 2016, wenn das Historische Straßenbahndepot St. Peter der VAG Verkehrs- Aktiengesellschaft Nürnberg wieder seine Tore öffnet.


Sowohl am Samstag, 1. Oktober, als auch am Sonntag, 2. Oktober, erwarten zudem eine detailgetreue Straßenbahn-Modellanlage, Fahrzeuge aus vergangenen Zeiten, Rundfahrten mit der Linie 15 sowie diverse Ausstellungen die Besucher in der Schloßstraße 1.

Stallungen, Elektrifizierung und Standortwechsel

Der Ausgangspunkt für die Straßenbahn in Nürnberg war die Pferdebahn. Sie nahm im August 1881 den Betrieb auf. Ihr Gründer war der Bremer Kaufmann Heinrich Alfes. Mit der Pferdebahn wurden Nürnberg und die Nachbarstadt Fürth nach und nach erschlossen. Im Januar 1883 wandelte Heinrich Alfes sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um, die Nürnberg-Fürther Straßenbahn Gesellschaft. Über ein Jahrzehnt später, im Mai 1896, brach eine neue Ära an: Die erste elektrische Straßenbahn fuhr zwischen Nürnberg und Fürth. 1903 übernahm die Stadt Nürnberg die vormals private Nürnberg-Fürther Straßen- bahn Gesellschaft, die schließlich 1959 zur VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg umgegründet wurde.

Eine Themenfahrt im Oldtimerbus am Sonntag, 2. Oktober stattet den ehemaligen Betriebshöfen, Haupt- und Nebenwerken Maxfeld, Nordost, St. Johannis, Fürther Straße, Schweinau und Luitpoldhain einen Besuch ab. Und auch der geplante und dann nicht gebaute Betriebshof an der Scharrerstraße sowie der aktuelle, moderne und ökologisch vorbildliche Straßenbahnbetriebshof an der Heinrich-Alfes-Straße stehen auf dem Tourplan. Los geht es um 13.30 Uhr am Historischen Straßenbahndepot St. Peter in der Schloßstraße 1 und dauert rund 90 Minuten. Der Fahrpreis beträgt 12,00 Euro, inklusive Erfrischungsgetränk. Eine Anmeldung unter www.vag.de/veranstaltung oder unter der Rufnummer 0911/283-4646 wird empfoh- len.

Burgringlinie 15 mit geänderter Route

Ebenfalls auf Tour geht am Wochenende die historische Burgringlinie 15 – baustellenbedingt bis Dezember 2016 auf geänderter Fahrstrecke. Anstatt die Altstadt zu umrunden, fährt sie nach Mögeldorf, dann zurück über den Hauptbahnhof zum Doku-Zentrum und schließlich zum Historischen Straßenbahndepot. Die Haltestelle Tiergärtnertor bedient die Oldtimerstraßenbahn nicht. Die Fahrten starten am Samstag und Sonntag ab 9.55 bis 16.55 Uhr stündlich am Historischen Straßenbahndepot St. Peter sowie zwischen 10.30 und 16.30 Uhr, ebenfalls im Stundentakt am Nürnberger Hauptbahnhof. Um mitfahren zu können, ist beim Schaffner ein Fahrschein für 8,50 Euro für Erwachsene oder für 5,50 Euro für Kinder zu lösen; Familienkarten kosten 19,00 Euro – jeweils inklusive freiem Eintritt in das Historische Straßenbahndepot. Während der Fahrten auf den Spuren der Historischen Burgringlinie 15 gibt es Erläuterungen zu den Sehenswürdig- keiten entlang der Strecke.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Das Depot samt Straßaboh-Café ist am kommenden Samstag und Sonntag zwischen 10.00 und 17.30 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 17.00 Uhr. Ohne Rundfahrt beträgt der Eintritt ins Historische Straßenbahndepot 5,50 Euro für Erwachsene und 3,00 Euro für Kinder bis 14 Jahre. Alle Informationen rund um das offene Wochenende gibt es auch unter
www.vag.de/museum
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