15,3 Millionen Euro für den Ausbau des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände

Übergabe der Förderurkunde des Bundes für den Ausbau des Dokumenatationszentrums Reichsparteitagsgelände in Berlin (v.l.): Staatssekretär Florian Pronold, Bürgermeister Christian Vogel, Kulturreferentin Julia Lehner, Bundesministerin Barbara Hendricks. (Foto: Torsten Schmidt)
NÜRNBERG (nf) - In Berlin wurden jetzt die „Nationalen Projekte des Städtebaus“ ausgezeichnet. Mit dabei ist das Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Die Urkundenübergabe ist mit einer Bundesförderung von sieben Millionen Euro für bauliche Verbesserungen, räumliche Erweiterungen und eine Anpassung an die heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit verbunden.

Die Nürnberger SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriela Heinrich und Martin Burkert hatten sich für die Aufnahme in das Förderprogramm eingesetzt. „Die Aufnahme des Dokuzentrums in das Förderprogramm ist eine große Ehre und ein schöner Erfolg. Der Bund erkennt damit die nationale Bedeutung des Zentrums an. Wir sind sehr froh, dass uns die Aufnahme in das Programm gelungen ist“, so Heinrich und Burkert.

Bundestagsabgeordnete Michael Frieser (CSU): „Nürnberg kann endlich loslegen und die Planung für die Kongresshalle für Ausstellungen und Veranstaltungen umsetzen. Ich freue mich sehr darüber, dass das Bundesbauministerium das Dokumentationszentrum mit dem Städtebauprogramm fördert. Für die Erweiterung des Dokumentationszentrums werden sieben Millionen Euro aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ freigegeben. Bayern hat weitere 4,3 Millionen Euro zugesagt, ebenso viel will der städtische Haushalt beisteuern. Das Dokumentationszentrum wird somit insgesamt für sensationelle 15,3 Millionen Euro erweitert und auf neue Besucherströme ausgerichtet.

Das Bundesbauministerium hat das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände als herausragendes und beispielgebendes Projekt ausgezeichnet und für eine Förderung ausgewählt. Das zeige auch die hohe und stetig wachsende Besucherzahl. Durch den Besucherandrang leiden jedoch die räumlichen Verhältnisse im Dokumentationszentrum, die nun mit der Finanzierungsspritze aus dem Bund verbessert und ausgebaut werden können.

,,Mit der Städtebauförderung leisten wir einen großen Beitrag zur nachhaltigen städtebaulichen Erneuerung und zur Verbesserung der Innenentwicklung unserer Städte und Gemeinden. Zudem setzen wir mit der Förderung auch die Forderung aus dem Koalitionsvertrag um, der den Erhalt authentischer Orte, wie das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, dem eine wesentliche Funktion für die Geschichtskultur in Deutschland zukomme, vorsieht", erläutert Michael Frieser. ,,Der persönliche Einsatz für meinen Wahlkreis Nürnberg hat sich gelohnt. Mit dem heutigen offiziellen Startschuss kann das Projekt endlich umgesetzt werden. Es freut mich besonders, Teil dieser Initiative gewesen zu sein und danke insbesondere auch meiner Kollegin Dr. Weisgerber als Jurymitglied, die sich immer dafür eingesetzt hatte.“

Hintergrund:
Das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ wurde im Jahr 2014 zum ersten Mal aufgelegt. Ziel des Programms ist die Förderung von Projekten mit überregionaler Bedeutung und besonderem Innovationspotential, wobei der Deutsche Bundestag wechselnde Förderschwerpunkte festgelegt hat. In diesem Jahr stehen bundesweit 75 Millionen Euro unter anderem für die Schwerpunkte barrierefreier und demographiegerechter Umbau oder Konversion von Militärflächen zur Verfügung. Auf den Projektaufruf gingen deutschlandweit 90 Anträge mit einem beantragten Fördervolumen von mehr als 315 Millionen Euro ein. Aus Bayern haben sich 10 Kommunen um eine Förderung beworben.
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