18 Katzen aus dem illegalen Transport vom Dezember haben überlebt

Katzenkinder aus dem Transport in der Quarantänestation des Tierheims. (Foto: Tierheim Feucht)
Transportkatzen seit vier Wochen im Tierheim Feucht – Seit Weihnachten keine Todesfälle – Kätzchen können noch nicht vermittelt werden

NÜRNBERG/FEUCHT (pm/nf) - Nach etwas mehr als vier Wochen befinden sich 18 überlebende Babykatzen aus dem Transport vom 9. Dezember 2016 weiterhin in der Quarantänestation des Tierheims Feucht. Damals wurde ein illegaler Tiertransport festgehalten, auf dem sich insgesamt 27 Katzen befanden, die aus der Ukraine eingeführt werden sollten. Die Tiere waren viel zu jung für die lange Reise, krank, nicht geimpft, und die mitgeführten Impfpässe waren gefälscht.


Von den Katzen aus dem Transport sind bislang leider neun Tiere verstorben. Hoffnung gibt die Tatsache, dass es seit Weihnachten 2016 nun keine weiteren Todesfälle mehr gab. Dies stellt allerdings keine Entwarnung dar, sondern bedeutet lediglich, dass die bisherige Behandlung wirksam ist. Nach wie vor konnten die Katzen nicht geimpft werden. Wenn alles weiterhin gut verläuft, kann eine erste Impfung voraussichtlich gegen Ende Januar erfolgen.

Die ersten beiden verstorbenen Tiere wurden in der Pathologie untersucht, um die Todesursache festzustellen. Das Ergebnis bestätigte den Anfangsverdacht einer hochansteckenden Virusinfektion. Die verstorbenen Kätzchen wurden nur sechs Wochen alt.

Die Tiere sind nach wie vor nicht ins Eigentum des Tierheims übergegangen. Schon alleine deshalb können sie nicht vermittelt werden, ganz abgesehen von den fehlenden Impfungen, etwa der Impfung gegen Tollwut. Vor allem letztere ist bei der Einreise von Haustieren aus Drittstaaten in die EU vorgeschrieben, und darüber hinaus ein Test auf Tollwutantikörper. Dieser Test kann frühestens 30 Tage nach der Impfung gegen Tollwut durchgeführt werden und muss in einem hierfür zugelassenen Labor erfolgen.
Herbert Sauerer, Vorstand Tierheim Feucht: ,,Aus diesem Grund machen auch Anfragen zur Vermittlung, Reservierung für spätere Vermittlung und dergleichen zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn. Wir bitten weiterhin, auf derartige Anfragen zu verzichten. Wir möchten die Gelegenheit auch nutzen, uns für die ganzen Sach- und Geldspenden und die guten Wünsche zu bedanken, die bei uns eingegangen sind. Herzlichen Dank auch für die Anrufe bei unserer Spendenhotline (Tel. 09001 - 91 00 00 aus dem deutschen Festnetz), jeder Anruf spendet 5 Euro an das Tierheim Feucht."
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