4. Verkehrssicherheitsforum fand in Nürnberg statt


NÜRNBERG - Die Menschen werden immer älter. Der demographische Wandel ist jedem ein Begriff. Doch welche Folgen hat die Alterung der Gesellschaft für den Straßenverkehr?

Mit dem Thema „Senioren im Straßenverkehr“ beschäftigte sich das 4. Verkehrssicherheitsforum, zu dem Rechtsanwalt Dr. Günther Kreuzer gemeinsam mit der Verkehrswacht Nürnberg geladen hatte. Auch im Alter will man mobil bleiben, denn Mobilität bedeutet immer auch gleich ein Stück Lebensqualität. Dennoch: Ab einem gewissen Alter nehmen das Seh- und Hörvermögen sowie die Reaktionsfähigkeit ab. Dies hat zur Folge, dass auch das Risiko eines Verkehrsunfalls steigt. Zwar sind Senioren nicht so häufig an Unfällen beteiligt, doch sind die Folgen eines Unfalls für Menschen ab 65 meist gravierender. „Sie kommen als Fußgänger schneller zu Fall, die Wahrscheinlichkeit von Knochenbrüchen steigt und die gesundheitlichen Konsequenzen daraus sind oft schwerwiegender (z. B. Folgen der Narkose bei Operationen) als bei jüngeren Menschen“, so PHK Karl Robl, Leiter der Verkehrserziehung bei der Verkehrspolizei Nürnberg. Aus diesem Grund ist es gerade für Senioren wichtig, im Straßenverkehr achtsam zu sein: Den Weg planen, sich Zeit nehmen, geeignete Kleidung anziehen (am besten mit Reflektoren), schwierige Situationen (Hauptverkehrszeiten) vermeiden, bei Tageslicht fahren und als Fahrradfahrer einen Helm tragen, lauten die Tipps des Experten. Damit man sich auch im Alter sicher im Straßenverkehr fühlt, bietet die Polizei immer wieder verschiedene Kurse speziell für Senioren an. Informationen hierüber gibt es bei allen Polizeidienststellen.


Verkehrsicherheitsforum in Nürnberg (v. l).: Werner Meier, Polizeioberrat, Manuela Turnwald-Wacker, Anwältin, Thorsten Goppel, DEKRA, Karl Robl, Leiter der Verkehrserziehung und Dr. Günther Kreuzer, Anwalt. Foto: oh
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