6. Sommerempfang der Kreishandwerkerschaft

Sommerempfang der Kreishandwerkerschaft Nürnberg (v. l.): Kreishandwerksmeister Achim Hanisch, Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Manuela Wohlert, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Nürnberg, und Dirk Helmbrecht, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Nürnberg. (Foto: KHW Nürnberg Stadt und Land)
 
Sommerempfang der Kreishandwerkerschaft Nürnberg (v. l.): Kreishandwerksmeister Achim Hanisch, Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Dirk Helmbrecht, Vorstands- vorsitzender der VR Bank Nürnberg, Christian Vogel, 2. Bürgermeister der Stadt Nürnberg, und Dr. Klemens Gsell, 3. Bürgermeister. (Foto: KHW Nürnberg Stadt und Land)
Treffpunkt Handwerk: „Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will!“

NÜRNBERG (pm/nf) - Zum sechsten Mal lud die Kreishandwerkerschaft Nürnberg Stadt und Land gestern, 9. Juli 2015, zu ihrem Sommerempfang „Treffpunkt Handwerk“ ins Hotel Sheraton Carlton. Wie in den vergangenen Jahren nutzten wieder zahlreiche Vertreter aus Handwerk, Politik, Wirtschaft und Medien die Gelegenheit zum angeregten Gedankenaustausch. Im Hauptvortrag des Abends sprach Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, über Bedürfnisse und Belange der Handwerksinstitutionen und die erforderliche Unterstützung seitens der Politik.


„Wir wollen hier heute Schönes mit Nützlichem verbinden und dadurch letztlich auch das Handwerk in der Metropolregion Nürnberg voranbringen“, so Kreishandwerksmeister Achim Hanisch in seiner Begrüßungsrede. Über 80 Gäste waren dazu gestern Abend ins Sheraton Carlton Hotel gekommen – darunter auch Christian Vogel, 2. Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Thomas Bauer, Regierungspräsident von Mittelfranken, Dr. Klemens Gsell, ebenfalls Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas, der CSU-Fraktionsvorsitzende Sebastian Brehm, sowie die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD, Katja Strohhacker
und Thorsten Brehm, und der Präsident der Handwerkskammer Mittelfranken, Heinrich Mosler.

Herausforderungen, die den Handwerksbetrieben derzeit am stärksten zu schaffen machen würden, seien neben dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel insbesondere die seit Jahresbeginn geltenden Regelungen zum Mindestlohn. „Der Stundenlohn von 8,50 Euro ist für die meisten Betriebe hier in der Region kein großes Problem“, so Hanisch. Große Schwierigkeiten hätten die Unternehmen jedoch mit der sehr aufwendigen Aufzeichnungspflicht. „Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat zwar Verbesserungen angekündigt – diese gehen uns aber noch nicht weit genug“, erläutert der Kreishandwerksmeister den anwesenden Gästen. „Weil viele Handwerksbetriebe entweder vom Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit erfasst sind oder dort viele geringfügige Beschäftigungsverhältnisse vorliegen, unterliegen sie weiterhin der Aufzeichnungspflicht. Zudem soll die Einkommensschwelle von 2.958 Euro auch in Zukunft für Minijobber und Saisonbeschäftigte gelten. Das bringt uns nicht weiter!“

Der Mindestlohn und die damit verbundenen Regelungen waren auch eines der Themen im Hauptvortrag des Abends „Starkes Handwerk – Was unsere Betriebe leisten, welche Politik sie brauchen“: Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, berichtete von seiner Arbeit in Berlin und den dortigen Bemühungen für das Handwerk in Deutschland.

Potenzial sieht Wollseifer auch in der Gruppe der jungen Migranten – immerhin ein Drittel aller Jugendlichen unter 15 Jahren in Deutschland sind hier dazuzuzählen – und in den jungen Flüchtlingen. „Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will.“ Das Handwerk könne und wolle integrative Arbeit leisten. „Viele Betriebe sind bereit dazu, insbesondere dann, wenn eine praktikable Lösung hinsichtlich der Abschiebung gibt.“ Dazu sei man bereits mit den Ministern in den entsprechenden Ländern im Gespräch.
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