667 Kameras sorgen bald für mehr Sicherheit in der U-Bahn von Nürnberg und Fürth

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) informiert sich in der Leitstelle der VAG an der Südlichen Fürther Straße über die eingesetzte Technik. Links neben ihm: Mittelfrankens Polizeipräsident Johann Rast, rechts neben dem Minister VAG-Vorstandschef Josef Hasler. Foto: © Peter Maskow
 
Eine Kamera im U-Bahnhof Plärrer. Bisher hat die VAG 226 Stück im Einsatz, bald sollen es 667 sein. Foto: © Peter Maskow

NÜRNBERG/FÜRTH (pm/mask) – Endlich! U-Bahn-Fahrgäste in Nürnberg und Fürth können aufatmen – und bald mit einem besseren Gefühl in die Röhre hinabsteigen: Insgesamt 667 Kameras überwachen bald die 46 U-Bahnhöfe der VAG! Ein klares Signal gegen Gewalttäter und Drogen-Kriminelle im Untergrund!

Freistaat gibt 1,5 Mio Euro

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellte jetzt in der Leitstelle der VAG mit dem Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung (SPD), Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel (SPD) und Josef Hasler (VAG-Vorstands-Chef) die Pläne für mehr Videoüberwachung im U-Bahnnetz Nürnberg/Fürth vor. "Der Ministerrat hat auf seiner Sitzung in Feuchtwangen auf meinen Vorschlag hin beschlossen, den Ausbau mit einer Sonderförderung massiv zu unterstützen", so Herrmann. "Wir stellen 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, damit die kommunalen Verkehrsbetriebe die Videoüberwachung umgehend und umfassend optimieren können."

Der Fürther OB Jung dazu: "Aus meiner früheren beruflichen Erfahrung als Staatsanwalt halte ich Videoüberwachung sowohl aus Präventionsgründen als auch zur Identifizierung von Straftätern im öffentlichen Raum für sehr wichtig."

Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel (SPD) sieht in der Unterstützung durch den Freistaat ein wichtiges Signal: "Die Videoüberwachung in den U-Bahnhöfen stärkt zweifelsohne das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Die Videoüberwachung darf zwar nicht den Eindruck erwecken, dadurch könnten alle Straftaten und Ordnungsverstöße verhindert werden, sie sollen aber den Menschen vermitteln, dass durch die Überwachung eine schnelle Reaktion und gegebenenfalls Aufklärung möglich ist. Für die Stadt Nürnberg ist der Förderbetrag ein wichtiger Grundstock zur Gesamtinvestition, die bei rund fünf Millionen Euro liegen wird. Dieser Betrag wurde bereits für den städtischen Haushalt angemeldet. Eine schnelle und komplette Realisierung ist jetzt das Ziel."

VAG-Vorstands-Chef Hasler: "Ohne die Unterstützung des Ministeriums wäre der Ausbau für die Städte und die VAG nicht zu stemmen."

Bisher filmen 229 Kameras

Laut Herrmann kann die Zahl der Kameras im U-Bahnnetz verdreifacht werden. Derzeit sind in den 46 U-Bahnhöfen 229 Kameras installiert. Ab Montag, 22. Mai 2017, werden es mit der Eröffnung der beiden U3-Bahnhöfe Klinikum Nord und Nordwestring 245 sein. "Am Ende werden insgesamt 667 Kameras für mehr Sicherheit an den U-Bahnhöfen sorgen und künftig alle Bahnsteige und Verteilergeschosse flächendeckend überwacht werden", so Herrmann. Dabei könne die Aufzeichnungstechnik mit Bildern besserer Qualität erheblich verbessert werden.

Herrmann verspricht durch den Ausbau mehrfachen Nutzen: "Die Zentrale Serviceleitstelle der Verkehrsbetriebe gewinnt einen noch besseren Überblick über den Betriebsablauf in ihren Bahnhöfen", so der Minister. "Außerdem können Feuerwehr und Rettungsdienst im Ernstfall ihre Einsätze noch besser planen und durchführen." Darüber hinaus liefere die Videotechnik der Polizei wichtige Ermittlungsansätze. Hintergrund: Dank der seit 2008 bestehenden Vereinbarung mit der VAG kann die Polizei anlassbezogen live auf diese Bilder zugreifen. Zusätzlich kann sie im Nachhinein tatrelevante Videosequenzen herausgreifen, um Verdächtige zu ermitteln. "Im Ergebnis bedeutet mehr Videoüberwachung im U-Bahnnetz mehr Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger."
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