77 Welpen aus Transport gerettet

Marcus König und Heike Weber mit den beiden Welpenmädchen Charly und Lana. Die beiden wurden im Tierheim abgegeben, weil sich ihre Besitzer getrennt haben und nun keine Zeit mehr für die Zwei ist. Die Welpen aus dem Transport stehen noch nicht zur Vermittlung. (Foto: Tierheim Nürnberg)

NÜRNBERG (pm/nf) - In der Nacht vom 3. zum 4. März hat der Zoll einen Transporter mit 77 Welpen gestoppt. Die Tiere sollten von der Slowakei nach Spanien gebracht und dort gewinnbringend verkauft werden. Laut Papieren sollten die Tiere 14 Wochen alt sein. Die Amtstierärztinnen vor Ort stellten aber fest, dass die Tiere höchstens 8 Wochen alt seien und somit notwendige Impfungen durch Einfuhr nach Deutschland nicht haben konnten. Die Tiere wurden sichergestellt und im Tierheim Nürnberg untergebracht.

„Wir haben mittlerweile schon Erfahrung mit solchen Transporten, es ist insgesamt schon der achte Welpentransport, den wir aufnehmen – der zweite in dieser Größenordnung“, so Tierheimleiterin Heike Weber. Es sei immer eine schwere Aufgabe, sagt sie und eine große Herausforderung, die bewältig werden muss. „Aber wir sind alle ein eingespieltes Team, da sitzt jeder Handgriff“. Nach Untersuchung der Tierheim-Tierärztin wurde das Alter der Tiere auf teilweise gerade mal vier Wochen geschätzt. „Es ist wirklich traurig, was diesen Tieren angetan wird“, so Marcus König, Geschäftsführender Vorstand des Tierschutzvereins. „Normalerweise bleiben Welpen bis mindestens zur achten Lebenswoche bei ihren Müttern. Wie hier Geschäft auf Kosten der Tiere gemacht wird, macht mich immer wieder fassungslos. Doch solange die Nachfrage nach billigen Rassehunden anhält, solange wird das Geschäfts dieser Händler weiter boomen und wird Nachschub produziert. Ich kann nur an jeden, der sich einen Hund zulegen will, appelliere: Gehen Sie in ein Tierheim in ihrer Nähe. Dort warten so viele Hunde auf ein neues Zuhause.“

Die Welpen aus dem Transport werden nun im Tierheim erst einmal aufgepäppelt. Zwei der Tiere haben die Strapazen des Transports nicht überlebt, alle anderen sind derzeit recht munter. Die Tiere befinden sich in strenger Quarantäne und können nicht besucht werden.

Wer helfen will, kann dies ganz schnell und unbürokratisch über folgende Wege tun:

Spendenhotline 0900- 111 0 116 (5,00 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz)

Oder per SMS: Kennwort „TIERHEIM“ an die 81190 (5,00 Euro pro SMS; Die Charity SMS ist ein Service von Burda Wireless innerhalb des deutschen Mobilfunknetzes.)
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