Alles begann mit der kleinen Kapelle

Siechkobelanlage in St. Jobst. Foto: oh

Stadtspaziergang am 27. Oktober

NÜRNBERG - Am kommenden Samstag sind die Altstadtfreunde mit ihren beliebten „Stadtspaziergängen“ in St. Jobst zu Gast. Der Rundgang beginnt am Nordeingang des Friedhofes und fü?hrt die Besucher über ein Gelände, das ü?ber viele Jahrhunderte neben der Kirche, dem Friedhof und dem Siechkobel noch ein Gasthaus, die Spitalkü?che sowie Mesner-, Kaplan- und Pflegerhaus umfasste. Ein kurzer Abstecher in die sehenswerte Kirche rundet die Fü?hrung nach ungefähr 80 Minuten ab.

Die früheste ü?berlieferte Jahreszahl für St. Jobst ist das Jahr 1300. Schon wenig später erfuhr die Wallfahrtskapelle eine wichtige Erweiterung: Hermann von Stein, der damalige Sebalder Pfarrherr, stiftete ein Leprosenhaus. Insgesamt entstanden in Nü?rnberg vier dieser Siechkobel, um die Ansteckungsgefahr durch Lepra zu vermindern. Die Lage des St. Jobster Siechkobels direkt an der Goldenen Straße war durchaus erwü?nscht, da die Kranken nicht völlig aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden sollten. Die Aussätzigen hatten so die Gelegenheit, die vorbeikommenden Händler und Reisenden um ein Almosen zu bitten.

Samstag, 27. Oktober, 10.00 bis 16.00 Uhr, Fü?hrungen alle 15 Minuten. Treffpunkt: Eingang Friedhof, Äußere Sulzbacher Str. 138. Dauer etwa 80 bis 90 Minuten, die Fü?hrungen sind kostenlos.







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