Auf vierbeinige Landschaftspfleger wartet mehr Arbeit


TENNENLOHE - Um die Struktur- und Artenvielfalt auf den wertvollen Sandmagerrasenflächen im Naturschutzgebiet Tennenlohe weiter zu verbessern, wurde nun das Pferdegehege der DBU Naturerbefläche von 50 auf 85 Hektar und die Urwildpferdeherde von elf auf 14 Tiere erweitert.

Ein neuer Fußgängerüberstieg verbindet die Rundwege um die Gatter der vierbeinigen "Landschaftspfleger". Bayerns Umweltminister Dr. Markus Söder eröffnete jetzt das neue Gehege im DBU Naturerbe Tennenlohe gemeinsam mit Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Gerhard Wägemann,Vorstandsmitglied im Landschaftspflegeverband Mittelfranken, und Eberhard Irlinger, Landrat des Landkreises Erlangen- Höchstadt. Beide Projekte wurden im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen finanziert: Die Deutsche Bahn stellte 250.000 Euro für die Erweiterung des Geheges zur Verfügung, 40.000 für den neuen Überstieg stammen aus Ausgleichszahlungen für Baumaßnahmen der US-Armee.


Politiker eröffnen das neue Urwildpferde-Gehege im DBU Naturerbe Tennenlohe (v.l.): Eberhard Irlinger, Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt, DBU-Generalsekretär Dr. Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Bayerns Umweltminister Dr. Markus Söder und Gerhard Wägemann, Vorstandsmitglied im Landschaftspflegeverband Mittelfranken. Foto: Norbert Rosing


Der Bayerische Naturschutzfonds unter Vorsitz des Umweltministers hat das Projekt Tennenlohe bislang mit über 600.000 Euro finanziell unterstützt. Seit 2010 ist die DBU Naturerbe GmbH, eine Tochter der DBU, Eigentümerin der rund 440 Hektar großen Naturerbefläche Tennenlohe.Das Gebiet umfasst neben Sandmagerrasen und Heiden vor allem lichte Kiefernwälder, Erlenbrüche und Moore. Es ist Rückzugsgebiet für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie Ziegenmelker, Kreuzkröte und Heidelerche. "Neben den ökologischen Erfolgen, die in den letzten Jahren mit dem Beweidungsprojekt erzielt wurden, haben sich die Przewalski-Pferde zu einer beliebten Attraktion für die Bevölkerung entwikkelt", so Wägemann. Dabei stelle der Landschaftspflegeverband eine wichtige Anlauf- und Informationsstelle für Besucher und Fachleute dar. Über 4.000 Besucher hätten in den letzten Jahren allein an den öffentlichen Führungen auf der Fläche teilgenommen.


Przewalski-Pferde weiden im DBU Naturerbe Tennenlohe und sorgen dafür, dass wertvolle Magerrasen als Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen erhalten bleiben.
Foto: Norbert Rosing
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