„Aufhören mit Flickschusterei“

Horst Seehofer und Christine Haderthauer (r.) nahmen die Unterschriften von Dr. Angelika Niebler (l.), MdB Dagmar Wöhrl (2.v.l.), MdL Petra Guttenberger (3.v.r.) und Barbara Regitz (FU-Bezirksvorsitzende) im Beisein vieler Unterstützerinnen und Unterstützer entgegen. Fotos (2): Uwe Müller

Deutliche Signale vom CSU-Rentenkongress

NÜRNBERG (mue) - „Arbeit ist die Quelle des Wohlstandes“, so Bundesminister a.D. Norbert Blüm beim Rentenkongress, zu dem die CSU unlängst ins Nürnberger Messezentrum eingeladen hatte.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt konnte neben Dr. Blüm noch weitere Ehrengäste begrüßen, darunter den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Dr. Markus Rieß (Vorstandsvorsitzender Allianz Deutschland AG), Dr. Herbert Rische (Präsident Deutsche Rentenversicherung Bund), Staatsministerin Christine Haderthauer sowie zahlreiche weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Einig war man sich von Anfang an, dass ein Arbeitnehmer, der ein Leben lang gearbeitet und Beiträge gezahlt auch Anspruch auf eine ordentliche Rente habe. Diese Meinung vertraten auch die Damen der Frauen-Union, die gemeinsam mit ihrer Landesvorsitzenden Dr. Angelika Niebler den CSU-Vorsitzenden Seehofer darum baten, sich für die Gleichstellung von Müttern stark zu machen. Konkret solle die bisher vorherrschende Ungerechtigkeit beseitigt werden, dass Mütter, deren Kinder vor 1992 zur Welt kamen, rententechnisch schlechter gestellt wären als jene, die ihre Kinder nach 1992 bekamen. Horst Seehofer bedankte sich für das Engagement und versprach, sich persönlich einzusetzen. Auch nahm er 27.000 Unterschriften entgegen, welche die Damen der Frauen-Union mit Unterstützung der Jungen Union gesammelt hatten.

Bei verschiedenen Diskussionsrunden vertraten die anwesenden Experten anschließend nicht nur ihre Meinungen, sondern kamen vor allem auch ins Gespräch mit den Kongressteilnehmern. Barbara Stamm betonte, dass die Förderung von Familie und Kindererziehung für die Gesellschaft von zentraler Bedeutung sein müsse, immerhin seien die Kinder von heute die Fachkräfte und Rentenbeitragszahler von morgen. Horst Seehofer ergänzte, dass drohende Altersarmut nur dann vermieden werden könne, wenn es keine Erwerbsarmut gebe. „Ordentliche Arbeit muss ordentlich entlohnt werden, und deshalb ist die CSU auch für Mindestlohnregelungen“. Alles in allem gehe es darum, Ungerechtigkeiten beim Renten-Thema generell abzuschaffen. Norbert Blüm: „Man muss endlich aufhören mit der vorherrschenden Flickschusterei, das Rentensystem als Ganzes muss erst einmal grundlegend in Ordnung gebracht werden.“




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