Aufwendige Modernisierung: Die erste von 40 Straßenbahnen ging auf Reisen

Heute ging die erste Straßenbahn auf Reisen. Insgesamt werden 14 Straßenbahnen des Typs GT6N und 26 des Typs GT8N grundlegend aufgearbeitet. Etwa zehn Wochen sind pro Fahrzeug für die Modernisierung eingeplant. (Foto: VAG/Claus Felix)
24 Millionen Euro kostet die Erneuerung – dann sind die Straßenbahnen fit für eine weitere Million Kilometer

NÜRNBERG (pm/nf) - Die VAG wird in den nächsten Jahren insgesamt 40 Straßenbahnen, die in den 1990er Jahren in Betrieb genommen worden sind, modernisieren und ertüchtigen. Den Zuschlag für das millionenschwere Investitionsprogramm haben nach einer europaweiten Ausschreibung der Konsortialführer Vossloh Kiepe, Düsseldorf, sowie die IFTEC bekommen.


Die IFTEC ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH und der Siemens AG. Die Auftragnehmer haben sich unter anderem auf die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen spezialisiert. Die Modernisierung soll 2022 abgeschlossen sein. Der Projektwert beläuft sich auf knapp 24 Millionen Euro.

„Für uns ist es wichtig, dass wir bei diesem Großauftrag erfahrene Partner zur Seite haben. Die grundlegende Modernisierung der Fahrzeuge erfordert Spezialisten mit viel Erfahrung“, sagt der Vorstandsvorsitzende der VAG Josef Hasler. „Wir wollen unsere Fahrzeuge zur Hälfte ihrer Lebenszeit noch einmal von Grund auf erneuern und auf den aktuellen Stand der Technik bringen, um sicherzustellen, dass die Fahrzeuge noch zwischen 15 und 20 Jahren zuverlässig und sicher zur Verfügung stehen. Das ist in jedem Fall günstiger als eine andernfalls erforderliche frühere Neubeschaffung. Die Fahrzeuge werden nach der Aktion fast wie neu erscheinen, weil wir ergänzend einige Maßnahmen am Fahrzeugdesign planen. Sie lassen sich günstig realisieren, weil wir sie mit weiteren Maßnahmen kombinieren.“

Insgesamt werden 14 Straßenbahnen des Typs GT6N und 26 des Typs GT8N grundlegend aufgearbeitet. Etwa zehn Wochen sind pro Fahrzeug für die Modernisierung eingeplant, wobei es bei den ersten Fahrzeugen etwas länger dauern dürfte als bei den Folgefahrzeugen. Bevor die generalüberholten Straßenbahnen wieder nach Nürnberg kommen, machen sie sich von Leipzig auf den Weg nach München. Dort werden die Fahrzeuge bei der Münchener Verkehrsgesellschaft neu lackiert. In Nürnberg werden die Fahrzeuge schließlich für den Einsatz im Betrieb fertig gemacht, um dann erneut eine weitere Million Kilometer einzufahren.
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