Auszeichnung: Metropolregion Nürnberg ist Fairtrade-Region

Der Ratsvorsitzende Landrat Armin Kroder präsentiert zusammen mit Dieter Overath, dem Vorstandsvorsitzenden von Transfair e.V., und den Gratulanten aus Politik sowie Aktiven aus dem Fairtrade Handel den Titel Fairtrade Metropolregion. (Foto: Metropolregion Nürnberg/Thomas Geiger)
NÜRNBERG (pm/nf) - Die Europäische Metropolregion Nürnberg wurde in der NürnbergMesse im Umfeld der BioFach als „Fairtrade-Region“ ausgezeichnet. Den Titel hat TransFair e.V. in Anwesenheit von rund 80 Landrätinnen und Landräten, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Repräsentanten von Schulen, Weltladen-Mitarbeitende sowie Engagierten aus der Wirtschaft verliehen.

Transfair e.V.,eine unabhängige Organisation aus kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, zeichnet seit 2009 Kommunen für ihr Engagement zum fairen Handel aus, Grundlage bilden fünf Kriterien. Diese beinhalten u.a. das Angebot von Fair-Trade-Produkten und Aktionen rund um den fairen Handel in Einzelhandel und Gastronomie sowie in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen. Mit 524 Einzelhandelbetrieben, 221 gastronomischen Betrieben und166 öffentlichen Einrichtungen ist dies in der Metropolregion Nürnberg mehr als erfüllt.

In der Metropolregion sind insgesamt 32 Städte, Landkreise und Gemeinden bereits mit dem Titel Fairtrade-Town ausgezeichnet bzw. aktuell in der Bewerbungsphase. Dabei sind Großstädte wie Nürnberg, Erlangen, Fürth aber auch Mittel-Städte wie Amberg, Ansbach und Neumarkt bis zu Gemeinden wie Herrieden, Veitsbronn und Ebermannstadt. Hinzu kommen 27 „Fairtrade Schools“ und zwei „Fairtrade Universities“.
Nachgewiesen werden muss auch, dass das Engagement der Region nachhaltig ist und keine Eintagsfliege. 2016 hat der Rat der Metropolregion mit 57 Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Landräten die Bewerbung befürwortet. Außerdem wurde ein Initiativkreis gegründet unter Leitung von Frank Braun, Eine Welt Netzwerk Bayern und Ruth Dorner, Stadträtin in Neumarkt. So stellt die Verleihung des Titels Fairtrade-Metropolregion für den Ratsvorsitzenden Landrat Armin Kroder nur einen Meilenstein dar. „Die Auszeichnung ist für uns vor allem Ansporn, den Gedanken des Fairen Handels weiter auszubauen, um so die Metropolregion Nürnberg zum Vorreiter und Impulsgeber auf diesem Gebiet zu machen“, so der Landrat.

Dies erkennt Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender des TransFair e.V., lobend an. „Die Faire Metropolregion übernimmt hier eine Vorbildfunktion, für mehr globale Gerechtigkeit sind starje Partnerschaften wichtig.“ Die Verleihung ist für die 1. Sprecherin des Initiativkreises Faire Metropolregion, Ruth Dorner auch ein politisches Signal „Der Fairtrade-Gedanke hat soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte. Neue Absatzmärkte für fair gehandelte Produkte bei uns zu schaffen, bedeutet für die Menschen in den Regionen des Südens vor allem eine Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen“.
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