Bayernweite Kontrollaktion gegen Diebesbanden

Fünf-Punkte-Maßnahmenpaket gegen Wohnungseinbruch vor: Erhöhter Fahndungsdruck, optimierte Lagearbeit, bessere internationale Zusammenarbeit, mehr Ermittlungsbefugnisse und verstärkte Prävention. (Foto: Fotolia)
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellt Fünf-Punkte-Maßnahmenpaket gegen Wohnungseinbruch vor

NÜRNBERG (pm/nf) - Die Bayerische Polizei führt seit 23. März 2015 mit Unterstützung der Schleierfahndung und der Bayerischen Bereitschaftspolizei einen einwöchigen Schwerpunkteinsatz in ganz Bayern gegen Einbrecherbanden durch.


Die Kontrollaktion wird vom Bayerischen Landeskriminalamt koordiniert und ist Bestandteil eines Fünf-Punkte-Maßnahmenpakets der Bayerischen Polizei gegen Wohnungseinbruch, wie heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei einer Großkontrolle auf der BAB3 bei Nürnberg betont hat. Neben dem erhöhten Fahndungsdruck gehören dazu eine optimierte Lagearbeit, eine bessere internationale Zusammenarbeit, mehr Ermittlungsbefugnisse und verstärkte Präventionsmaßnahmen. ,,Wir unternehmen alles, um Einbrechern in Bayern das Leben möglichst schwer zu machen", sicherte Herrmann zu.

Auch 2014 stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche in Bayern weiter an, um 28,6 Prozent auf 8.210 Fälle. ,,In Bayern ist das Einbruchsrisiko mit 65 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner aber trotzdem erheblich geringer, als anderswo", betonte Herrmann. Im bundesweiten Durchschnitt liege die Belastung ungefähr dreimal so hoch, in Nordrhein-Westfalen sogar etwa fünfmal so hoch (300 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner). Von den 631 in Bayern gefassten Einbrechern stammten nach den Worten Herrmanns 43 Prozent aus dem Ausland - die meisten davon aus Osteuropa (Rumänien, Serbien, Polen oder Bosnien-Herzegowina, Georgien). ,,Daraus schließen wir, dass zunehmend international agierende Banden und reisende Tätergruppierungen im Freistaat ihr Unwesen treiben."
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