Bewegender Festakt im Opernhaus


NÜRNBERG - Bei einem bewegenden Festakt im Opernhaus des Staatstheaters Nürnberg ist vor 800 Gästen der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis 2011 an den kolumbianischen Journalisten Hollman Morris verliehen worden. 

OB Dr. Ulrich Maly mit dem Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2011 Hollmann Morris mit seiner Ehefrau Patricia Casa und ihren beiden Kindern Daniela und Filipe.  Foto: Stadt Nürnberg

Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly überreichte den mit 15.000 Euro dotierten Preis mit den Worten: „Der Preis für Hollmann Morris ist Zeichen und Auftrag. Zeichen für die Anerkennung von Mut und Zivilcourage auch unter persönlicher Bedrohung. Und Auftrag für uns, die Presse- und Meinungsfreiheit immer genau im Blick zu haben.“ An der anschließenden traditionellen Friedenstafel in der Nürnberger Altstadt nahmen bei prächtigem Spätsommerwetter rund 3 500 Bürgerinnen und Bürger teil.Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer stellte in seinem Grußwort die Bedeutung der Pressefreiheit heraus. „Freie Medien sind Garant der demokratischen Gesellschaft“. Ohne sie gebe es „keine echte Freiheit“. Seehofer beglückwünschte Hollmann Morris zu seiner Auszeichnung und sagte zu ihm: „Sie sind die kolumbianische Stimme der Freiheit. Sie sind ein Vorbild für eine menschliche und gerechte Welt.“ Für die Bundesregierung hob Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hervor, dass auf einem Index der Pressefreiheit von 178 beobachteten Staaten Kolumbien auf dem 145ten Platz rangiere. Sie ermutigte Hollmann Morris, seine mutige Arbeit unbeirrt fortzusetzen: „Sie ebnen dem Wasser auf dem Weg zur Freiheit wahrlich seinen Weg.“ In seiner Dankesrede wies Hollmann nicht nur auf die Missstände in Kolumbien, sondern in vielen Ländern Südamerikas hin. Morris befürchtet, dass die Ausbeutung der Bodenschätze in einigen Staaten für weitere Gewalt sorgen werde. Er appellierte deshalb auch an die Zuhörer: „Wir brauchen empörte Bürger in den Industrieländern.“ Die Menschen müssten sich fragen: „Wo kommen unsere Produkte her?“   Hollmann Morris erinnerte daran, dass in Kolumbien bereits mehrere Generationen keinen Tag in Frieden erlebt hättenEiner der wichtigsten Beiträge von Hollman Morris zu den Menschenrechten ist, dass er die Opfer des schrecklichen bewaffneten Konflikts in Kolumbien sichtbar gemacht hat und ihnen durch seine journalistische Arbeit eine Stimme gibt.
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