Business Talk beim internationalen WTA-Turnier in Nürnberg

Business Talk im Hilton Hotel u.a. mit Dr. Armin Zitzmann (4v.l.) und Gastgeber Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst (r.). (Foto: Metropolregion Nürnberg)
Karrierefrauen in Sport und Wirtschaft

NÜRNBERG (pm/nf) - Auch beim diesjährigen internationalen Frauen-Tennisturnier NÜRNBERGER Versicherungscup lud die Metropolregion Nürnberg zum Business Talk in den VIP- Bereich des Hotel Hilton auf dem Turniergelände. Der Business Talk möchte die Themenwelten Sport und Wirtschaft einander näher bringen. Diesmal hieß das Thema der Diskussionsrunde: „Karrierefrauen in Sport und Wirtschaft – auf jedem Spielfeld gleichberechtigt?“


Es diskutierten u.a. Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Wirtschaftsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg, Dr. Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherungsgruppe, Dr. Stefanie Alt, Mitglied des Vorstands der Nürnberger Pensionsgesellschaften, Matthias Malessa, Dozent und Markenbotschafter bei da:nova, Katharina Gröger, Basketballspielerin von DJK Brose Bamberg sowie Michael Fleischmann, Basketballspieler von rent4office Nürnberg. Moderiert wurde die Talkrunde von Eurosport-Reporterin Petra Bindl.

Prof. Wübbenhorst sagte in seiner Einführung: „Wenn die Metropolregion Nürnberg die Anziehungskraft der Region auf Fachkräfte erhöhen will, wäre es geradezu fahrlässig zu vernachlässigen, dass in Zukunft ein großer Teil dieser Fachkräfte weiblich sein wird.“ Für den Erfolg der Region werde also entscheidend sein, ob man es schaffe, in der Region, in den Unternehmen ein Klima zu schaffen, dass den Einstieg und Aufstieg von Frauen fördere.

Dr. Stefanie Alt von der Nürnberger sagte, dass viele Frauen das Angebot des Unternehmens, Frauen in Führungspositionen zu fördern, nicht annähmen, sondern lieber einige Jahre Familienpause machten. Sie dagegen sei der Meinung, dass man auch in einer Führungsposition eine gute Mutter sein kann.
Ihr Vorstandsvorsitzender Dr. Zitzmann hält das Gesetz zur Frauenquote für handwerklich schlecht gemacht. Die Nürnberger sei schon seit Jahren dabei, Frauen in Führungspositionen zu fördern. „In 10 Jahren redet niemand mehr über die Frauenquote.“

Matthias Malessa, früherer Personalchef von adidas, erklärte, Unternehmen müssten den Menschen ermöglichen, ihre Lebensmodelle zu verfolgen. Für adidas sei es schon eine Business-Notwendigkeit, Frauen in Führungspositionen zu haben, da die Mehrheit der Kunden weiblich sei.

Katharina Gröger jedenfalls kann als Basketballerin mit dem Sport ihr Studium nicht finanzieren. Der Trainingsaufwand ist dennoch beträchtlich. Sie sieht aber auch einen großen Unterschied zwischen Einzel- und Mannschaftssportarten. Gröger arbeitet neben dem Studium als Werksstudentin.

Michael Fleischmann, mit einer Basketballspielerin verheiratet, bestätigte, dass die Basketballerinnen genauso hart trainieren wie ihre ungleich besser verdienenden männlichen Kollegen. Er erklärte, dass seine männlichen Kollegen sich wenig mit dem Thema Frauen-Basketball beschäftigen.
Personalexperte Malessa gelang so etwas wie ein Schlussappell: „Frauen, habt mehr Mut. Unternehmen, macht eure Hausaufgaben!“ Menschen wollten Wahlmöglichkeiten.
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