CSU stellte OB-Kandidaten vor

Sebastian Brehm (2.v.l.), der Bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder (2.v.r.) und seine ,,Paten“, die ehemaligen Bürgermeisterin Helene Jungkunz (l.) und Ex-Bundesbauminister Dr. Oscar Schneider (r.) zählen schon die Stunden bis zur Kommunalwahl 2014. Foto: John R. Braun

Nürnberger CSU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Brehm will 2014 antreten

NÜRNBERG - Schon frühzeitig – ziemlich genau ein Jahr vor der bayerischen Kommunalwahl – hat die CSU Nürnberg in der vergangenen Woche ihren OB-Kandidaten für die Wahl im Jahr 2014 bekannt gegeben. Fraktionsvorsitzender Sebastian Brehm soll dann gegen Amtsinhaber Dr. Ulrich Maly (seit 2002 im Amt) antreten. Der MarktSpiegel stellte dem OB-Kandidaten der CSU drei Fragen.


Warum haben Sie sich entschieden, für die Wahl zum OB zu kandidieren?

Sebastian Brehm:
 Weil ich in Nürnberg etwas verändern möchte! Die Menschen sollen wieder ,,Lust auf Nürnberg" bekommen. In Nürnberg geht zur Zeit nicht wirklich viel voran, was die Stadt weiter bringt und das merken die Menschen immer mehr. Es macht einfach einen Unterschied, ob man zuschaut wie eine Stadt verwaltet wird oder man sie mit frischen Ideen und Projekten immer wieder neu erfindet. Das, denke ich, macht es aus – diese Lust darauf, in Nürnberg etwas voranzubringen. Das ist meine Motivation, dafür trete ich an.


Welche Schwerpunkte werden Sie setzen?

Sebastian Brehm:
 Um Veränderungen überhaupt erst möglich zu machen, müssen erstmal jahrelang verordnete ,,Denkpausen" beendet werden. Stichwort Flughafenanbindung: Es muss endlich eine Entscheidung her! Das Thema jahrelang vor sich her zu schieben bringt nichts, erst recht nicht für das dringend notwendige Durchstartmanöver des Nürnberger Flughafens. Nürnberg – die Bürger, die Firmen aber eben auch die Verwaltung und die Stadtspitze – muss sich dazu bekennen, einen erfolgreichen internationalen Airport zu wollen. Diese Entscheidung muss getroffen werden. Stichwort Verkehr: Ich stehe zu Tempo 30 dort, wo es sinnvoll und hilfreich ist – z.B. um Kinder auf dem Weg zur Schule zu schützen. Dafür habe ich mit meiner Fraktion auch schon in den letzten Jahren gekämpft. Genauso hart werde ich aber auch dafür kämpfen, nicht ganz Nürnberg zum Tempo 30-Gebiet zu machen. Egal, ob man das nun als Zone 30 umsetzt oder die Regelgeschwindigkeit herabsetzt, damit man die Sache nicht beim Namen nennen muss: Der Effekt bliebe derselbe. Auch der Rückbau von Hauptverkehrsstraßen ist mit mir nicht zu machen, siehe Fürther Straße. Man darf den Menschen in unserer Stadt den Wunsch nach individueller Mobilität – und da gehört auch das Auto dazu – nicht einfach wegplanen. Mit mir und der CSU wird es solche Experimente nicht geben.

Man kann auf Modellrechnungen setzen, die ergeben, dass es keine Verschlechterung des Verkehrsflusses geben wird. Oder man hört auf die Menschen, die sagen: ,,Heute zwei Spuren = Stau, morgen eine Spur = noch mehr Stau“. Ich glaube den Menschen, die das vor Ort erleben. Und an den Menschen und deren realistischer Einschätzung richten wir unsere Politik aus, nicht an in Auftrag gegebenen Gutachten. Ich will mich dafür einsetzen, dass der Nahverkehr schnell und in sinnvoller Reihenfolge ausgebaut wird: U-Bahn über Röthenbach-Ost und Eibach bis nach Reichelsdorf. Straßenbahn nach Kornburg und die Stadtumlandbahn nach Erlangen – das sind die Strecken, die für weniger Belastung durch Autos in der Stadt sorgen. Eine Tram durch die Altstadt bringt zunächst keine Entlastung für den Pendlerverkehr. Das sind nur wenige Beispiele, aber ich glaube, die machen deutlich, worum es geht. Die Stadt muss sich entscheiden, wohin die Reise geht. Ich will gemeinsam mit den Nürnberger Bürgerinnen und Bürgern diese Entscheidungen treffen – nicht vertagen!


Welche Chancen rechnen Sie sich aus?

Sebastian Brehm:
 Das auszurechnen bringt niemanden wirklich weiter und hätte auch keinen Einfluss auf meine Entscheidung. Ich verlasse mich bei unserer Politik auf das Gefühl der Menschen in der Stadt. Bei den Chancen, es zu schaffen, verlasse ich mich auf mein persönliches Gefühl. Natürlich geht der amtierende Oberbürgermeister als Favorit ins Rennen – aber die CSU hat eine echte Chance. Und wenn wir es gemeinsam wollen, können wir wirklich etwas verändern in Nürnberg. Diese Chance auf Veränderung will ich nutzen!



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