CSU will mehr Sicherheit durch Fahrradstaffeln

Alkohol- und Drogenkonsum in Parks und auf Spielplätzen. (Foto: ©satori/Fotolia.com)
NÜRNBERG (pm/nf) - Vandalismus auf öffentlichen Plätzen, wilde Abfallentsorgung, Alkohol- und Drogenkonsum in Parkanlagen sowie sexuelle Belästigungen - Vergehen und Straftaten, die sich zunehmend häufen.

Seit 2015 Dutzende sexuelle Belästigungen von Frauen am Wöhrder See, regelmäßige Zerstörung von Sportplätzen oder Spielgeräten - zuletzt kurz vor der Neueröffnung des Spielplatzes am Fuchsloch - oder Glasscherben und Spritzbestecke in Sandkästen sind traurige Tatsachen.

Die CSU-Stadtratsfraktion sieht eine Möglichkeit zur Verbesserung von Prävention und Aufklärung in der Mobilität der Sicherheitskräfte. Marcus König, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion: ,,Die Delikts- und Beschwerdelage der vergangenen Monate zeigt, dass es gerade bei sehr ´mobilen´ Störungen bzw. Straftaten Lücken in der Aufklärung gibt. Daher sollten wir auch in der Mobilität von Ordnungs- und Sicherheitskräften flexibler werden."

Neben dem bereits mehrfach beantragten Ausbau der Videoüberwachung - beispielsweise an Bus- und U-Bahnstationen sowie am Wöhrder See - fordert die CSU-Stadtratsfraktion daher, in Zusammenarbeit mit der Polizei den Einsatz sogenannter ,,Fahrradstaffeln" zu prüfen, um Gewalt und Vandalismus im öffentlichen Raum nachhaltig entgegenzuwirken.

Dazu Fraktionschef Sebastian Brehm: ,,Hochmobile Präsenz von Polizei oder auch der Sicherheitswacht auf dem Fahrrad, bietet die Möglichkeit dort schnell vor Ort zu sein, wo Kraftfahrzeuge schwer hinkommen oder der Weg zu Fuß zu lange für eine schnelle Reaktion dauert."

Bisher gibt es neben den klassischen Streifenwagen und den Fußstreifen der Polizei nur sporadisch Einsätze auf dem Fahrrad - so bei der Verkehrspolizei. ,,Das Sicherheitsbedürfnis der Menschen ist eines der wichtigsten Anliegen. Mehr Präsenz unterwegs schafft nicht nur ein besseres Gefühl, sondern erhöht auch die tatsächliche Sicherheit", so Brehm weiter.

Marcus König fügt hinzu: ,,Nicht zuletzt im Einsatz gegen sogenannte ´Kampfradler´ könnte die Fahrradstaffel effektiv agieren - die Fahrrad-Rowdies sind zu Fuß oder mit den PKW in der Regel nicht zu fassen."

Auch im Bereich der städtischen Ordnungskräfte sind mobile Einsatzgruppen auf dem Fahrrad bei gleichem Personaleinsatz effektiver. ,,Bei der NOA-Parkaufsicht gibt es bereits Fahrräder und auch beim Team Sicherheit und Sauberkeit wäre ein Einsatz überlegenswert. Ohne zusätzliche Mitarbeiter könnte so ein wesentlich größeres Gebiet in der gleichen Zeit bestreift werden", ergänzt SÖR-Sprecher Andreas Krieglstein.

Beitrag ,,Sexuelle Belästigung an Frauen und Kindern" – eine Chronik
http://www.marktspiegel.de/nuernberg/lokales/sexue...
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.