Dachstuhlbrand der Kirche St. Martha in der Lorenzer Altstadt

Bei einem Dachstuhlbrand der Kirche St. Martha in der Königstraße wurden weite Teile der Kirche beschädigt, Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt

NÜRNBERG (pm/nf) - Gegen 1.30 Uhr wurde die Feuerwehr Nürnberg durch einen Anrufer zu einem Dachstuhlbrand in die Lorenzer Altstadt alarmiert. Zeitgleich wurde der Brand durch eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte entdeckt. Die genaue Lage war zunächst unklar, da im gesamten Bereich zwischen Königstraße und Bauhof eine massive Rauchentwicklung und starker Funkenflug wahrnehmbar war.

Die ersteintreffenden Kräfte stellten darauf hin fest, dass es sich bei dem Brandobjekt um die Kirche St. Martha handelt. Aus bisher unbekannter Ursache brannte der Dachstuhl des Hauptschiffes der Kirche komplett. Die Flammen schlugen bereits aus der Bedachung. An den Fenstern der umliegenden Gebäude machten sich mehrere Anwohner bemerkbar, die ihre Wohnungen wegen des starken Rauchs nicht mehr über die Haustüre verlassen konnten. Insgesamt wurden sechs Personen über Leitern der Feuerwehr gerettet und zur Betreuung an den Rettungsdienst übergeben.

Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr drangen unter schwerem Atemschutz in die Kirche ein, um das Feuer so gut wie möglich einzudämmen. Wegen des drohenden Einsturzes des Dachstuhls mussten Sie sich jedoch kurze Zeit später in einen sicheren Bereich zurückziehen. Zusätzlich wurde ein Außenangriff über drei Drehleitern eingeleitet, um die umliegenden Gebäude zu schützen und den Dachstuhl abzulöschen.
Gegen 3.30 Uhr war das Feuer bis auf Nachlöscharbeiten weitestgehend abgelöscht. Aufgrund laufender Renovierungsarbeiten befanden sich laut Aussage der Kirchengemeinde glücklicherweise keine sakralen Kunstgegenstände im Gebäude. Zur Klärung der Einsturzgefahr wurde ein Statiker der Bauordnungsbehörde hinzugezogen. Die angrenzenden Gebäude wurden vorerst geräumt. Die umliegenden Straßen wurden für die Dauer des Einsatzes von der Polizei gesperrt. Kurz nach 5.00 Uhr konnten die Verkehrssperrungen seitens der Polizei um den Einsatzort aufgehoben werden.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann derzeit noch nicht beziffert werden. Die Kriminalpolizei Nürnberg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, 22 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Worzeldorf und Gartenstadt, 20 Polizeibeamte, 4 Rettungswägen, eine Notärztin und der Einsatzleiter des Rettungsdienstes im Einsatz. Vier weitere Freiwillige Feuerwehren waren für die Dauer Einsatzes zur Absicherung des Stadtgebiets in Bereitschaft.

Die VAG stellte zur Betreuung der betroffenen Anwohner einen Bus zur Verfügung. Die angrenzende Kindertagesstätte, die von der Kirchengemeinde betrieben wird, bleibt wegen der Nähe zur Einsatzstelle bis auf weiteres geschlossen.
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