Das Handwerk bewegt

KHW-Sommerempfang: Kreishandwerksmeister Achim Hanisch, Gastreferentin Alexandra Pollag, Manuela Wohlert, Geschäftsführerin der KHW und Dirk Helmbrecht, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Nü¨rnberg (v.l.n.r.). Foto: Kreishandwerkskammer Nürnberg Stadt und Land

Sommerempfang der KHW Nürnberg

NÜRNBERG - Bereits zu einer Institution geworden ist der Sommerempfang der Kreishandwerkerschaft Nü?rnberg. Im Rahmen des „Treffpunkt Handwerk“ trafen sich wieder Vertreter aus Handwerk, Politik, Wirtschaft und Medien – zum Netzwerken.

„Der Mittelstand ist ein schlafender Riese, der geweckt werden muss“, begrü?ßte Kreishandwerksmeister Achim Hanisch seine 80 Gäste. Er bedauerte, dass politische Entscheidungen häufig am Mittelstand vorbeigingen und bestärkte das Handwerk, sich auch in Zukunft gegen unsinnige oder allzu bü?rokratische Entscheidungen zu wehren. Als Beispiel nannte er hier die Verabschiedung der neuen EU-Fahrpersonalordnung, die auch fü?r Handwerksbetriebe gilt. „In diesem Fall hat der aktive Einsatz der Handwerksverbände immerhin einen Teilerfolg erbracht. Das ist schon mal ein guter Anfang“, freute sich Hanisch.

Gemeinsam gegen Schwarzarbeit
Auch auf die Bedeutung des Handwerks fü?r die Metropolregion Nü?rnberg ging Hanisch in seiner Grußrede ein. „Die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes muss nachhaltig gesichert werden“, bekräftigte er. Eine große Chance hierfü?r sieht er im geplanten Ausbau und in der Anbindung des Nürnberger Flughafens an das Autobahnnetz: „Ein Projekt, das nicht nur vielen Handwerksbetrieben in der Metropolregion Aufträge garantiert, sondern die gesamte Wirtschaft nachhaltig stärkt“. In diesem Zusammenhang kam Hanisch auch auf das Thema Schwarzarbeit, das derzeit die Bauverantwortlichen des neuen Berliner Flughafens beschäftigt, zu sprechen. Er sehe das Problem in der Metropolregion nicht gegeben, „... das Handwerk in der Region setzt sich vehement gegen Schwarzarbeit ein“.

Als positiv bewertete er die gegenwärtige Tendenz, dass immer mehr junge Leute einen Ausbildungsberuf im Handwerk ergreifen. Hanisch hob hier vor allem die Bildungs- und Ausbildungschancen hervor, die das Handwerk den jungen Leuten bietet, forderte aber gleichzeitig die Politiker dazu auf, fü?r eine bessere Ausbildungsreife der Schulabgänger zu sorgen.

Wirtschaftsspionage breitet sich aus
Keine Zukunftsvision stellte dagegen Alexandra Pollag, Referentin fü?r Wirtschaftsschutz beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz, in ihrem Gastvortrag vor. Beinahe täglich gebe es Meldungen ü?ber neue Angriffe auf IT-Systeme und sensible Unternehmensdaten, längst werde Wirtschaftsspionage nicht mehr nur in großen Unternehmen betrieben, sondern habe sich mittlerweile auf Mittelstandsbetriebe ausgedehnt. Eine Gefahr also, gegen die sich auch das Handwerk wappnen müsse.
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