DB Sicherheitsbeamte schnappten illegalen Welpentransport

Illegaler Welpentransport: Vier englische Bulldoggen. (Foto: Tierheim Nürnberg)
 
Illegaler Welpentransport: Kleine französische Bulldogge. (Foto: Tierheim Nürnberg)
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Hundewelpen und Menschen ,,transportiert" - 6. Welpentransport im Jahr 2016 - Jüngster Welpe ist sechs Wochen alt - Welpen sind im Tierheim Nürnberg

NÜRNBERG (nf) - Am frühen Dienstagmorgen (20. September 2016) unterbanden Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte in der Innenstadt den Transport von sieben Hundewelpen. Die sieben jungen Tiere befinden sich nun in amtlicher Verwahrung.


Gegen 01:00 Uhr wurde die Polizei von dem Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn auf einen, vor dem Hauptbahnhof geparkten, Transporter mit ungarischer Zulassung aufmerksam gemacht. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Polizeibeamten sieben Hundewelpen, welche nicht artgerecht in kleinen Tierboxen im Kofferraum des Kleintransporters von Ungarn nach England transportiert werden sollten. Die Welpen wurden von englischen Kunden im Internet bestellt und sollten in England übergeben werden. Für den offensichtlich gewerblichen Transport konnten die erforderlichen Genehmigungen nicht vorgelegt werden. Die Tiere wurden in Verwahrung genommen und ins Tierheim Nürnberg gebracht.

Da der 31-jährige ungarische Fahrer des Transporters auch fünf Personen entgeltlich auf der gleichen Reiseroute transportierte, muss er sich nun wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und Personenbeförderungsgesetz verantworten.

6. Welpentransport im Jahr 2016

Transportiert wurden die sieben Welpen in einem Wäschekorb, einer Box und einem zu kleinen Käfig. Früh um 05:30 hat die Tierheim Nürnberg Notdienstfahrerin die Welpen bei der PI Mitte abgeholt. Es handelt sich um vier Englische Bulldoggen, eine Französische Bulldogge und zwei Dackelwelpen. Der jüngste Welpe ist etwa sechs Wochen alt. Welpen aus Ländern wie Ungarn müssen zur Einfuhr nach Deutschland mit 12 Wochen im Herkunftsland Tollwut geimpft werden und dürfen erst 21 Tage später ausreisen.
Das Tierheim Nürnberg berichtet, dass es den Welpen geht es den Umständen entsprechend gut geht. Allerdings haben ein paar der Kleinen Probleme mit den Augen und den Ohren. Weitere Laborergebnisse stehen noch aus. Die Welpen stehen jetzt unter Quarantäne.

Rechtlich gesehen gehören die Hunde noch dem Händler, der diese auch zurück haben möchte. Das Tierheim Nürnberg wird aber alles dafür tun, dass die Tiere nicht zurück müssen und bittet Interessenten von Anfragen abzusehen.

,,Der 6. Welpentransport dieses Jahr kostet uns nicht nur einiges an zusätzlicher Arbeit, sondern auch finanziell ist jeder Transport ein Kraftakt, da es keine Sondertöpfe für Welpentransporte gibt und diese meistens über Pauschalvereinbarungen abgerechnet werden", so Miriam Bader aus dem Tierheim Nürnberg.

Wer das Tierheim Nürnberg unterstützen möchte, kann das zum Beispiel per Telefon oder SMS tun:
Spendenhotline: 0900 111 0 116
(5€ pro Anruf für das Tierheim, nur aus dem deutschen Festnetz)

Charity-SMS: Kennwort „TIERHEIM“ an die 81190 (5€ pro SMS für das Tierheim)

Oder natürlich auch per Überweisung: IBAN DE 98 7605 0101 0005 8976 16 BIC SSKN DE77 XXX Stichwort „Welpen Ungarn“
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