Der MarktSpiegel Christkindlesmarkt-Blog 13.12.2011 - Touristen aus Amerika

Diese Gruppe junger Amerikaner tummeln sich vor dem Zwetschgenmännla-Stand.
 
Jeder will ein Männla oder Weibla haben.

Die Amerikaner haben im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" fast alles. Aber eben nur "fast" alles. Was die "Amis" auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt besonders gefällt und was diese Kaufen, das erfahren sie in der heutigen Ausgabe des Christkinlesmarkt-Blogs.

Sie kommen aus einem Land, das ganze 27 Mal größer ist als Deutschland. Sie haben alles, auch in Übergrößen. Sie hatten schon 44 Präsidenten und bei dieser Zahl wird es sicherlich nicht bleiben.
Haben Sie das Land erkannt? Spätestens bei den Präsidenten sollte es „klick“ gemacht haben. Die Rede ist natürlich von den Amerikanern.Zwischen Beer and the Bratwurst.

Nicht nur die Völker aus dem Osten stürmen den Nürnberger Christkindlesmarkt. Auch die Herren und Damen aus dem Westen kommen uns besuchen. Und das obwohl die Amerikaner mehrere Weihnachtsmärkte in den USA haben. Da wäre zum Beispiel der in Chicago oder der in Denver, nur um einmal zwei zu nennen. Trotzdem geht nichts über das Original. So denken auch die Amerikaner. Und deswegen lassen sich jedes Jahr hunderte von ihnen nach Deutschland fliegen, um dann einmal den originalen Nürnberger Weihnachtsmarkt zu sehen.Und was gefällt den Amerikanern am besten?

„Eigentlich habe ich mich auf den Schnee gefreut“, erzählt Mr. Trump, „ich komme nämlich aus Oklahoma, bei uns schneit es so gut wie nie. Man könnte sicherlich auch nach Montana fahren, aber wir sind ja auch wegen des Christkindlesmarktes hier. Außerdem wollen wir eine Führung durch die Burg machen“, sagt er und deutet auf seine Frau und seinen Sohn.

Und da ist er nicht alleine. Mrs Willston ist mit einer Frauengruppe in Deutschland. „Wir beschäftigen uns in unserer Runde viel mit der Geschichte anderer Länder. Deswegen haben wir in diesem Jahr eine Tour nach Deutschland geplant. Eigentlich wollten wir die Burg und die Altstadt sehen, aber der Weihnachtsmarkt ist so schön, dass wir uns entschieden haben einen Tag länger als ausgemacht in Nürnberg zu bleiben. Morgen geht es dann aber weiter nach München.“

„Meine Frau und ich haben vor 20 Jahren einen Kurzurlaub in Deutschland gemacht und haben uns entschieden hier zu bleiben. Seit dem Wohnen wir in Schwabach“, erzählt mir Mr. Sullivan, „wir kommen eigentlich jedes Weihnachten nach Nürnberg und schlendern einmal über den Christkindlesmarkt.“ Man hört den Akzent von Mr. Sullivan nur noch ganz leicht heraus. Welche Souvenirs nehmen die Amerikaner mit?

Wer was in der Heimat verschenkt, ist Geschmackssache. Eines aber probierten sie alle aus: Glühwein und Nürnberger Bratwürste. Als Wegzehrung gibt es meist den ein oder anderen Lebkuchen. Die Klassiker eben. „All das gibt es bei uns auch“, meint Mrs Willston, „aber es schmeckt hier wesentlich besser. Vor allem die Lebkuchen sind toll! Ich werde einen ganzen Haufen mit in die USA nehmen.“

Die Frauengemeinschaft stimmt zu und dann laufen sie weiter zum nächsten Souvenirstand.
Eine der Frauen kauft eine kleine Pyramide, ein weitere einen Nussknacker. Die Gegenstände haben sie sich schon gestern ausgesucht, erklärt mir Mrs Willston, heute werden sie nur noch eingekauft, berichtet sie schmunzelnd weiter.

Ein Renner bei den „Amis“ sind auch die Zwetschgenmännla. Eine Gruppe steht dicht gedrängt vor solch einem Stand. Jeder will das Schönste haben. Der Verkäufer versucht sie zu beruhigen: Es sind genug für alle da.Amerikaner sind auch echte Bierfans!

Ein paar Freunde aus Miami haben Sonne, Sand und Strand gegen Regen, Wind und Weihnachtsbude getauscht. Glücklich scheinen sie trotzdem zu sein. Alles in allem sind die meisten Amerikaner also genauso normale Leute wie Sie oder ich. Sie freuen sich genauso über Gastfreundlichkeit wie wir und den meisten schmeckt das bayrische Essen viel besser als die heimische Imbissbude.
Und das wichtigste: Amerikaner trinken fast genauso gerne Bier wie wir Deutschen.

Da Sie nun besser über den großen westlichen Staat Bescheid wissen, stoßen Sie bei der nächsten Gelegenheit doch mal mit einem Amerikaner an…
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