Der MarktSpiegel Christkindlesmarkt-Blog 23.12.2011 - Das Christkind

Der Balkon, von dem aus das Nürnberger Christkind seine Eröffnungsrede hält.
 
Das Christkind, das zu Weihnachten kommt, wird auch oft als Engel dargestellt.

Kurz vor Weihnachten sollten Sie Ihr Wissen noch einmal auffrischen. Wie war das mit dem Christkind? Wie entstand es und wie sehen die Unterschiede zum Nürnberger Christkind aus? Das erfahren Sie im letzten Blogbeitrag zum Christkindlesmarkt.

Morgen kommt der Weihnachts… Ähm das Christkind.
Der Christkindlesmarkt-Blog feiert heute 23-tägiges Bestehen. Was auch gleichzeitig das Ende des Blogs bedeutet. Morgen wäre zwar noch ein Tag, an dem der Christkindlesmarkt geöffnet hat, aber es ist Heiligabend und da sind auch die Mitarbeiter in unserer Redaktion bei ihren Familien. Wer dennoch etwas über das Nürnberger Christkind in Erfahrung bringen will, der liest den Blog heute noch einmal aufmerksam.

„Ihr Herren und Frau‘n, die Ihr einst Kinder wart…“

Diese Eröffnungszeile im Prolog des Christkinds ist jedes Jahr dieselbe. Während sich der Rest des Textes von Mal zu Mal ein wenig abändert, bleibt der erste Absatz gleich.
Bei der Eröffnung steht das Christkind auf dem Balkon der Frauen-Kirche und breitet seine Arme aus, so dass diese wie Engelsflügel wirken. Auf dem Weihnachtsmarkt stehen hunderte oder sogar tausende Besucher und lauschen den Worten des Christkinds.
Dieses Schauspiel ist einzigartig in Deutschland und sogar auf der ganzen Welt. Lediglich in Chicago, einer der Partnerstädte unseres Christkindlesmarktes, tritt das Nürnberger Christkind noch einmal auf und eröffnet den Markt. Die Kopie muss ja auch so echt wie möglich wirken.

Wie hat ein Christkind aus zu sehen?

Vorbild für das Nürnberger Christkind war unter anderem der Rauschgoldengel, weswegen das Christkind auch große Ähnlichkeiten mit diesem hat. Gold-weißes Kleid, goldene Flügel und eine goldene Krone. Dazu noch blonde Locken, die ebenfalls wie Gold wirken.

Das eigentliche Christkind, also das, das zu Heiligabend Geschenke verteilt, wird auch Christuskind genannt und wird deshalb meistens auch als Jesus Christus dargestellt. Natürlich mit Flügeln und Heiligenschein.

Aufgaben des Christkinds

Die „beiden“ Christkinder haben völlig verschiedene Aufgaben:

Das Christkind auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet unseren Weihnachtsmarkt und wie schon gesagt, auch den ich Chicago. Zudem reist es nach der Eröffnung durch das Frankenland und besucht Einrichtungen, wie zum Beispiel Altersheime oder Kindergärten. Dort nimmt es an Advents- und Weihnachtsfeiern teil. Natürlich besucht es auch regelmäßig den Nürnberger Christkindlesmarkt, so wie die Kinderweihnacht. Meistens so gegen 15 Uhr.

Das Christkind, welches aus der Religion stammt, hat heute eine ähnliche Aufgabe wie der Weihnachtsmann. Es besucht die Familien und beschenkt diese. Die Eltern erzählen den Kindern vom Christkind, welches gerne ungesehen Geschenke unter den Weihnachtsbaum legt.
Der Glaube an das Christkind entstand im 16. Jahrhundert. Damals wollten die Protestanten nicht den römisch-katholischen-Glauben annehmen. Deswegen erschuf Martin Luther höchst wahrscheinlich das Christkind. Da die Protestanten nicht an den Nikolaus glauben wollten, der früher am 28. Dezember kam, setzte sich bald das Christuskind durch. Und aus dem anfänglichen „heiligen Christ“ wurde über viele Jahre hinweg das Christkind.

So nun wissen Sie über Weihnachten bestens Bescheid und können beruhigt in die Feiertage gehen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein erholsames Weihnachtsfest und einen guten Start in Neue Jahr. Wir freuen uns, wenn Sie auch außerhalb der Weihnachtszeit bei uns „reinklicken“.
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